Asbest in Sparkasse: 200 Mitarbeiter müssen umziehen

Gesundheitsgefahr besteht nicht

Bei Asbest schrillen die Alarmglocken – so dürfte es auch bei den Mitarbeitern der Sparkasse Dortmund gewesen sein. Wie am Freitag bekannt wurde, ist bereits Ende Juli aufgefallen, dass in einem Gebäudeteil der Hauptstelle am Freistuhl einzelne Bauteile in Lüftungsanlagen mit Asbest belastet sind.

DORTMUND

, 09.09.2017, 12:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
Asbest in Sparkasse: 200 Mitarbeiter müssen umziehen

Die Sparkasse Dortmund.

Der Werkstoff gilt als krebserregend und wurde in Deutschland 1993 verboten. Bei Altbauten wird aber immer wieder Asbest entdeckt. Betroffen bei der Sparkasse, sagte am Freitag auf Anfrage Sprecherin Jeanette Bludau, seien weder die Kundenhalle, noch der Büroturm. Sie wurden Ende der 90er- respektive 2000er-Jahre renoviert. 

Die Asbest-Belastung wurde bei einer Routineuntersuchung im dritten Gebäudeteil der Hauptstelle, dem 1985 erbauten Technischen Zentrum, festgestellt. Eine „unverzüglich durch ein Fachunternehmen durchgeführte Überprüfung der Raumluft hat ergeben, dass keine Gesundheitsgefahr für die Mitarbeiter im Gebäude besteht“, sagte Bludau. Zur Sicherheit werde die Raumluft aber weiterhin regelmäßig auf Schadstoffe untersucht.

Mitarbeiter müssen umziehen

Obwohl keine akute Gefährdung bestehe, so Bludau, sei eine umfassende Sanierung nötig. Dafür müssen „in den nächsten Monaten“ die Arbeitsplätze von 200 Mitarbeitern in andere Gebäudeteile der Hauptstelle (insgesamt 980 Mitarbeiter) und in externe Gebäude verlegt werden. Die Sparkasse muss Büros anmieten. Die Kosten dafür sowie für die Sanierung könne man noch nicht beziffern, hieß es.

Der Kundenbetrieb werde durch die Arbeiten nicht beeinträchtigt, sagte Bludau. In dem betroffenen Gebäude arbeiten Mitarbeiter der Marktfolgegesellschaft (DSGF), einer Tochter der Sparkassen-Finanzgruppe, die keine Kunden empfangen.

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