Auch Grüne wollen zehn Stadtbezirke

Neustrukturierung

In der Politik zeichnet sich immer mehr eine Mehrheit für eine Reduzierung der Stadtbezirke ab. Auch die Grünen plädieren für ein Abspecken von zwölf auf zehn Bezirke und wollen Huckarde und Eving aufteilen.

DORTMUND

von Von Oliver Volmerich

, 15.07.2011, 11:52 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auch Grüne wollen zehn Stadtbezirke

Wie hier in Eving, regt sich auch in Huckarde Protest gegen die Pläne, die Stadtbezirke neu zu ordnen. Die Vereine wollen jetzt eine Unterschriften-Aktion starten.

Es läuft ähnlich wie der Vorschlag des Beirats-Vorsitzenden Sascha Mader (CDU) auf die Abschaffung der Stadtbezirke und Bezirksvertretungen Eving und Huckarde hinaus. Allerdings soll insbesondere Eving weniger stark zerstückelt werden. Nach dem Grünen-Modell würde der Kern von Eving dem Stadtbezirk Scharnhorst angegliedert, Brechten wie im Mader-Vorschlag dem Bezirk Mengede. Auch Huckarde soll nach dem Grünen-Konzept Teil von Mengede werden, Deusen der Innenstadt-Nord und Kirchlinde dem Bezirk Lütgendortmund zugeschlagen werden. Der politische Beirat will am 19. Juli eine Beschlussempfehlung an den Rat abgeben, der dann Ende November entscheiden soll.

Die Grünen legen dabei Wert darauf, dass ein Großteil der bislang vorgesehenen Finanzmittel und eingespartes Geld den Bezirk zu Gute kommt. Ein Teil soll in die Finanzierung des Projekts „Mobile Dienste" der Bürgerdienste investiert werden, das insbesondere in vom ÖPNV schlecht erschlossenen Stadtteilen zum Einsatz kommen sollen. Keine Einschnitte soll es für die Jugend-, Senioren-, Sozial- und Kulturarbeit geben. Sämtliche Aktionsbüros, Familienbüros, Seniorenbüros und Stadtteilbibliotheken sollen erhalten bleiben. Die Grünen streben für die bevorstehenden Beratungen eine Einigung mit der CDU und der FDP/Bürgerliste an. Die SPD will an der bisherigen Struktur festhalten. Auch in den betroffenen Stadtbezirken Eving und Huckarde regt sich Widerstand.

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