Ein Laufband transportiert die kleinen, bunten Teller mit chinesischen und japanischen Spezialitäten durch das "Sakura" im Ostenhellweg. © Daniel Rebstock
Neue Sushibar in der City

Auf Dortmunds Einkaufsmeile gibt es jetzt Sushi vom Laufband

Handels-Experten fordern schon länger, dass Dortmunds City mehr Gastronomie braucht, um attraktiver zu werden. Nun hat mitten auf einer Einkaufsmeile ein besonderes Sushi-Restaurant eröffnet.

Seit über einem Jahr kündigt sich auf der großen Handels-Achse durch Dortmunds City ein kleiner Hotspot für japanische Küche an: Nur wenige Meter voneinander entfernt warben beklebte Schaufenster zweier Ladenlokale auf dem Ostenhellweg für Sushi-Restaurants, die demnächst in ihnen eröffnen sollten.

Während die Scheiben des „Iiyo“ nach wie vor verklebt sind, hat das „Sakura“ schräg gegenüber seit kurzem geöffnet. Sein Konzept ist zumindest in Dortmund noch selten: Herzstück seines Lokals sind zwei Laufbänder, auf welche die Köche die fertig zubereiteten Speisen stellen.

Und so fahren kleine, bunte Teller durch das „Sakura“ am Ostenhellweg. Darauf sind kalte und warme Spezialitäten aus der japanischen und chinesischen Küche zu sehen. Gäste zahlen einen pauschalen Preis und dürfen sich an den Tellern, die auf den Fließbändern vorbeifahren, unbegrenzt bedienen.

Gerichte aus China und Japan

„Wir haben typische Gerichte aus verschiedenen chinesischen und japanischen Regionen. Wir passen sie aber ein bisschen an den europäischen Geschmack an“, sagt Inhaber Hu Wei Ming.

Geschmack sei sehr schwer zu erklären: „Aber ich achte darauf, dass alles, was ich anbiete, mir selbst auch schmeckt“. Ursprünglich stammt Ming aus China. Seit über 30 Jahren lebt er aber in Deutschland. Hier habe er in vielen verschiedenen chinesischen und japanischen Restaurants gearbeitet, sagt der Koch.

Eröffnung verzögerte sich

Das „Sakura“ wollte Ming eigentlich schon 2019 eröffnen. Die Eröffnung hat sich aber wegen Problemen beim Umbau verzögert. Als die Arbeiten schließlich beendet waren, verhinderte die Pandemie die Öffnung.

Auch wenn es mit der Eröffnung mittlerweile geklappt hat, läuft im „Sakura“ noch nicht alles reibungslos. So sind laut Ming die Lüftungen im hinteren Bereich des Restaurants so laut, dass er dort aktuell keine Gäste empfangen wolle.

Eigentlich soll das Restaurant knapp 100 Plätze haben, so Ming. Durch die Schließung des hinteren Bereichs seien es aktuell etwas weniger als 40.

Der Neu-Gastronom am Ostenhellweg hofft nun darauf, dass der Vermieter das Lüftungsproblem bald löst: „Wenn in einem Restaurant nur ungefähr ein Drittel der Plätze belegt werden kann, dann reicht das auf Dauer nicht zum Leben“, sagt Ming.