Aufzüge an den Bahnhöfen in Scharnhorst und Kurl lassen auf sich warten

rnDeutsche Bahn

Die Trägerkonstruktion für den Aufzug am Bahnhof Scharnhorst ist fertig, der Aufzug selbst fehlt. In Kurl gibt‘s ähnliche Probleme. Nun erklärt sich die Deutsche Bahn.

Scharnhorst, Kurl

, 06.08.2019, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Scharnhorster Rainer Strahler wundert sich über die Deutsche Bahn. Die Aufzugskonstruktion für den Aufzug am Scharnhorster Bahnhof zum Bahnsteig in Richtung Dortmund stehe schon viele Wochen. Was jedoch fehle, sei die dazugehörige Elektroanlage und der Fahrkorb. Strahler: „Ich frage mich: Fehlt es der Deutschen Bahn an Geld oder an Firmen die so etwas herstellen?“ Für ein Industriedenkmal sei die Anlage wohl noch zu jung.

Für gehbehinderte Fahrgäste mit Rollator sei die fehlende Aufzugsanlage ein Problem, so der Scharnhorster. Wenn sie die Treppe nicht mehr benutzen können, müssen sie sich von der Bushaltestelle bis zum Beginn der Rampe fast ein Taxi nehmen, so weit sei das.

Fertigstellung im Juni 2020

Eine Bahnsprecherin erklärt nun auf Anfrage, der Aufzug vom und zum Bahnsteig 1 werde für den neuen Rhein-Ruhr-Express im Juni 2020 fertiggestellt. Immerhin seien beide Bahnsteige auch über Rampen zu erreichen. Die beiden Bahnsteige am Bahnhof Scharnhorst seien bereits erhöht und verlängert worden. Und weiter: „Die Bahnsteigarbeiten konnten bereits abgeschlossen werden, ein noch fehlendes Geländer wird noch im dritten Quartal 2019 montiert.“

Der Aufzug fehlt auch noch am Bahnhof Kurl, der bekanntlich ebenfalls für den RRX-Betrieb hergerichtet wird. Auch hier teilt die Bahnsprecherin mit, dass er zum kleinen Fahrplanwechsel im Juni 2020 fertiggestellt werde.

Die Bahnsprecherin listet auf, welche Neuerungen bereits am Bahnhof Kurl umgesetzt worden seien:

  • Verlängerung und Erhöhung des Bahnsteigs Gleis 1 und 4 in Richtung Scharnhorst
  • Blindenleitsysten
  • Modernisierung der Personenunterführung
  • Erstellung neuer Treppe inklusive Einhausung
  • Erstellung einer Rampe und Treppe östlich des Bahnhofsgebäudes von den Parkplätzen zur Personenunterführung
  • Ersatz der vorhandenen Bahnsteigausstattung
  • Erstellung einer Wegeleitung
  • Neubau von drei Wetterschutzhäusern

Keine neuen Zukunftspläne für das Bahnhofsgebäude

Keine Neuigkeiten gibt‘s zur Zukunft des denkmalgeschützten und sehr maroden Bahnhofsgebäudes - und auch nicht zum Bahnhofsvorplatz (dem Mühlackerplatz), für den ein Kauf seitens der Stadt im Raum stand. Dazu hatte Stadtsprecher Christian Schön noch vor wenigen Wochen erklärt: „Konkrete Grundstücksverhandlungen zwischen der DB-AG und der Stadt sind noch nicht aufgenommen worden, da die Verhandlungen zwischen der DB-AG und einem potenziellen Investor für das Bahnhofsgebäude zunächst abgewartet werden sollten. Letztere ziehen sich aber hin und waren zwischenzeitlich ins Stocken geraten. Es wird nun überlegt, ob der von der Stadt geplante Kauf hiervon entkoppelt wird. Das ist aber noch nicht entschieden.“

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