Aus dem Pullman wird ein Grand Hotel

Übernahme durch Arcadia-Gruppe

Am 1. September hängt ein neues Namensschild am Pullman-Hotel in Dortmund. Das Vier-Sterne-Haus an der Lindemannstraße wird zum Arcadia Grand Hotel. Zurzeit laufen die Vorbereitungen für die Betriebsübernahme. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

DORTMUND

, 13.08.2015, 11:23 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Namensschild am Pullman-Hotel wird bald ausgetauscht. Ebenfalls der Hoteldirektor. Uwe Schlünsen wollte den Betriebsübergang zu Arcadia nicht mitgehen.

Das Namensschild am Pullman-Hotel wird bald ausgetauscht. Ebenfalls der Hoteldirektor. Uwe Schlünsen wollte den Betriebsübergang zu Arcadia nicht mitgehen.

Wird sich vieles in dem Hotel ändern, wenn der Betrieb von der französischen Accor-Gruppe auf die Arcadia-Gruppe übergeht?

Nein, sagt Reinhard Baumhögger, Aufsichtsratschef der Arcadia AG, der bei der Übernahme auch als Berater fungiert. Der Hoteldirektor werde zwar wechseln, doch die Mitarbeiter würden alle weiter beschäftigt. Baulich werden 20 Zimmer renoviert.

In der Belegschaft hatte es Irritationen gegeben, weil die Accor-Gruppe den Beschäftigten mitgeteilt hatte, dass der neue Arbeitgeber nicht tarifgebunden sei. 

"Da ist eine sehr bedauerliche Panne passiert", stellt Baumhögger klar. In einer schriftlichen Vereinbarung mit Accor habe man festgehalten, dass Arcadia der Dehoga angeschlossen ist: "Wir sind im Arbeitgeberverband und wir zahlen selbstverständlich nach Manteltarifvertrag Nordrhein-Westfalen", versichert er. Accor habe dies mittlerweile gegenüber den Mitarbeitern richtiggestellt.

Wem gehört die Immobilie?

Baumhögger ist Gründer der Arcadia-Gruppe, hat aber nach eigener Aussage seine Anteile zum 1. Januar 2014 verkauft. An dem Dortmunder Hotel sowie einem weiteren Objekt in Erfurt halte er einen Gesamtanteil von 200.000 Euro. Das Dortmunder Haus hat er selbst vor 20 Jahren als Investor gebaut. Unter dem Namen "Renaissance" wurde es damals eröffnet. Das Hotel gehöre seit mehr als zehn Jahren einer Kommanditgesellschaft, die er gelegentlich als ein Minderheitskommanditist vertrete, erläuterte Baumhögger im Gespräch mit unserer Redaktion. Diese Kommanditgesellschaft habe jetzt einen langfristigen Vertrag mit Arcadia geschlossen.

Wie kommt es dann, dass Baumhögger auf der Internetseite www.reinhard-baumhoegger.de immer noch als Eigentümer der Arcadia-Gruppe steht?

Er kenne die Seite nicht und habe auch keine Zugangsdaten zu ihr, stellte Baumhögger zunächst fest.

Wie ist es dann aber zu erklären, dass große Teile seines Lebenslaufes und seines Engagements als Hotel-Investor mit Fotos dort aufgeführt sind?

Er wolle der Sache nachgehen, kündigte Baumhögger an und erklärte wenige Stunden später, dass eine Agentur die Seite im Jahr 2014 hätte handhaben wollen, "dies aber weder getan, geschafft, noch zu Ende gebracht" habe. Der ursprüngliche Verfasser sei eine EDV-Gesellschaft aus Hamburg. Baumhögger: "Die meinte, mir damit einen Gefallen zu tun." Jetzt müsse er versuchen, "diese Seite über Google entfernen zu lassen."

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