Stadt und Bezirksvertretung Huckarde uneinig über Nutzung der Baubrache am Wischlinger Weg

rnAus für Flüchtlingsheim

Dass am Wischlinger Weg kein Flüchtlingsheim gebaut werden soll, stand schon seit geraumer Zeit fest. Doch der Nutzungsvorschlag der Stadt passt der Huckarder Bezirksvertretung gar nicht.

Huckarde, Wischlingen

, 16.05.2019, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Kühwiese hinter der Kreuzung Wischlinger Weg und Rahmer Straße sieht seit ein paar Jahren aus wie eine verlassene Baustelle. Das soll sich nun ändern. Denn die Stadt will die Fläche jetzt in Kürze herrichten. Zu Erinnerung: Als der Flüchtlingsstrom 2015 kein Ende nehmen wollte, wurde in jedem Dortmunder Stadtbezirk nach geeigneten Flächen für Notunterkünfte gesucht. Der Zeitdruck war enorm, weshalb im Bezirk Huckarde zunächst Pavillons auf dem Wohnmobil-Parkplatz des Revierparks Wischlingen gestellt wurden.

Eine Notlösung für den Übergang: Langfristig sollte die Notunterkunft auf der Kühwiese entstehen, einer Fläche, die ursprünglich als Grünfläche ausgezeichnet war. Angedacht war es, dort eines Tages eine Kleingarten-Anlage zu bauen. Doch dann, als die Fläche schon für das Aufstellen der Pavillons vorbereitet worden war, ebbte der Flüchtlingsstrom ab. Die Einrichtung für Geflüchtete wird nicht mehr gebraucht. Seit das feststeht, liegt das Gelände mehr oder weniger brach. Nur ein paar Materialcontainer und der Bauzaun erinnern noch an die alten Planungen.

Brachfläche wird in den nächsten Wochen abgeräumt

Doch nun soll die Fläche hergerichtet werden. Nachdem die Bezirksvertretung Huckarde bei der Stadt angefragt hatte, schrieb ihr nun Stadtrat Ludger Wilde

eine Antwort. Aber die gefiel den Politikern überhaupt nicht. Zwar begrüßten die Parteien, dass die Fläche in den nächsten Wochen abgeräumt wird, doch die Absicht der Verwaltung, dort einen zusätzlichen Parkplatz für Großveranstaltungen im Revierpark Wischlingen anzulegen, stößt auf völlige Ablehnung.

„Dass dort kein Bedarf mehr für eine Gartenanlage besteht, wie uns Herr Wilde mitteilt, deckt sich auch mit unserer Meinung“, erklärte SPD-Sprecher Stefan Keller. Doch damit enden auch schon die Gemeinsamkeiten. „Wir wollen dort eine Wohnbebauung. Diese Fläche bietet sich zudem für den Neubau einer Kindertagesstätte an“, so Keller. „Diese Fläche hat doch ein zu hohes Entwicklungspotenzial, als dass man sie nur als Parkplatz nutzt.“

SPD und CDU verlangen Wohnbebauung statt Parkplatz

So sieht es auch die CDU. Peter Spineux, stellvertretender Bezirksbürgermeister, weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass dem Stadtbezirk nach wie vor Kindertageseinrichtungen fehlen. „Und in dem Bereich an der Rahmer Straße gibt es keine.“ Bezirksvertreter Joachim Wybierek bringt zudem den sozialen Wohnungsbau ins Spiel. Auch geförderter Wohnraum stünde dem Bezirk gut zu Gesicht, so Wybierek. CDU und SPD brachten deshalb gleich einen gemeinsamen Antrag auf den Weg. Die Stadt wird aufgefordert, Planrecht für den Bau von Wohnhäusern und einer Kita zu schaffen.

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