Ausgebüxte Pferde sorgen für Verkehrschaos

B236-Tunnel gesperrt

Kuriose Szenen spielten sich am Sonntagmorgen auf der B236 ab: Rund 25 Pferde waren von einer Weide an der Derner Straße ausgebüxt und sorgten für Stau im Morgenverkehr - die Polizei musste mit einem Großaufgebot ausrücken.

DORTMUND

, 10.05.2015, 11:52 Uhr / Lesedauer: 2 min

Aktualisierung 14.13 Uhr: 

Inzwischen hat die Polizei eine Pressemitteilung veröffentlicht. So ist nun auch die Route der ausgebüxten Pferde klar. Die Tiere galoppierten über die Altenderner Straße bzw. Derner Straße in Richtung Bornstraße. Die Polizei verfolgte die Tiere. An der Altenderner Straße/Ecke Piepenbrink wurden vier Pferde durch einen ortsansässigen Landwirt festgehalten, heißt es in der Mitteilung.

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Ausgebüxte Pferde im B236-Tunnel

Der B236-Tunnel in Wambel war am Sonntagmorgen vorübergehend gesperrt, weil rund 25 ausgebüxte Pferde dort hineingelaufen waren. Polizisten und Helfer führten die Pferde schließlich wieder hinaus.
10.05.2015
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25 ausgebüxte Pferde haben am Sonntag die Polizei in Atem gehalten.© Foto: Werner / IDA News
25 ausgebüxte Pferde haben am Sonntag die Polizei in Atem gehalten.© Foto: Werner / IDA News
25 ausgebüxte Pferde haben am Sonntag die Polizei in Atem gehalten.© Foto: Werner / IDA News
25 ausgebüxte Pferde haben am Sonntag die Polizei in Atem gehalten.© Foto: Werner / IDA News
25 ausgebüxte Pferde haben am Sonntag die Polizei in Atem gehalten.© Foto: Werner / IDA News
25 ausgebüxte Pferde haben am Sonntag die Polizei in Atem gehalten.© Foto: Werner / IDA News
25 ausgebüxte Pferde haben am Sonntag die Polizei in Atem gehalten.© Foto: Werner / IDA News
25 ausgebüxte Pferde haben am Sonntag die Polizei in Atem gehalten.© Foto: Werner / IDA News
Schlagworte Dortmund

An der Bornstraße/Ecke Hildastraße konnten auf einer Wiese, westlich der Bornstraße, die restlichen freilaufenden Pferde festgestellt werden. Sie fest- oder aufzuhalten war allerdings nicht möglich, sodass diese nach kurzer Zeit wieder auf der Bornstraße in Richtung Norden galoppierten, heißt es in der Mitteilung der Polizei. Der Weg der Pferde führte über die Derner Straße und schließlich auf die B236, in entgegengesetzt der "Fahrtrichtung" Lünen. Im Tunnel blieben die Tiere dann stehen. 

Pferde leisten Widerstand 

Mit Hilfe der alarmierten Besitzer, sollten die vorübergehend in Gewahrsam genommenen Tiere nun eigentlich in ihre mittlerweile bereitgestellten Pferdeanhänger verladen und von den Haltern abtransportiert werden. Allerdings leisteten die verängstigten Tiere Widerstand - lediglich sechs Pferde konnten mittels Pferdetransporter abtransportiert werden.

Für die restlichen Pferde griff dann "Plan B", schreibt die Polizei. Mit Halftern und Führstricken "gefesselt", führten Polizisten und Pferdehalter die Karawane unter "Polizeischutz" aus dem Tunnel heraus - bis zur Anschlussstelle Scharnhorst. Von dort ging es weiter bis zur heimatlichen Weide - das Ende der tierischen Story.  

Erste Meldung 11.52 Uhr:

Um 7.42 Uhr ging die erste Meldung bei der Leitstelle der Polizei ein. Rund 25 Pferde waren von einer Weide an der Derner Straße entflohen - und suchten sich jetzt ihren eigenen Weg quer durch Dortmund. "Wir waren mit zahlreichen Beamten im Einsatz, auch um den Verkehr anständig regeln zu können", sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage unserer Redaktion. 

Nach einer Dreiviertelstunde hatte die Verfolgungsjagd ein Ende. Die Pferde hatten sich ein schattiges Plätzchen gesucht - sie standen nun im B236-Tunnel in Fahrtrichtung Lünen. Die Polizei sperrte den Tunnel, um die Tiere in Ruhe wieder einzufangen.

Tunnel zwei Stunden gesperrt

"Dabei haben uns Kollegen der Reiterstaffel unterstützt", erklärte der Polizeisprecher. Nach knapp zwei Stunden, gegen 10.30 Uhr, hob die Polizei die Tunnel-Sperrung auf. Nach und nach wurden die Pferde zurück zur Weide transportiert, der alarmierte Besitzer der Pferde unterstützte die Einsatzkräfte dabei. Um 11.35 Uhr schloss die Polizei den kuriosen Fall ab: "Nach unseren Erkenntnissen wurde kein Pferd verletzt, allen Tieren geht es gut. Sie erholen sich jetzt auf der Weide", so der Polizeisprecher.

Ob der Pferdebesitzer möglicherweise die Einsatzkosten übernehmen muss, konnte der Sprecher nicht abschließend beantworten. Für die Polizei war es der dritte tierische Großeinsatz in diesem Jahr. Im Januar waren gleich zweimal Kühe vom Schultenhof in Renninghausen ausgebüxt.

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