Ausschreitungen bei linker Spontandemo - drei Festnahmen

Nordstadt

Bengalos auf der Mallinckrodtstraße, Tritte und Schläge gegen Polizisten, ein Hubschrauber im Tiefflug - eine Spontandemo von 40 Linksautonomen hat am Donnerstagabend die Nordstadt in Aufruhr versetzt. Eine Streife soll angegriffen worden sein. Drei Demonstranten wurden festgenommen.

DORTMUND

von Von Andreas Schröter und Oliver Volmerich

, 20.09.2013, 12:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
Linke haben an der Bahnbrücke über der Gronaustraße ein großes Transparent aufgehängt, mit dem Pavlos Fyssas gedacht wird. Bei einer Spontandemo für den ermordeten griechischen Musiker am Donnerstagabend war es zu Ausschreitungen gekommen.

Linke haben an der Bahnbrücke über der Gronaustraße ein großes Transparent aufgehängt, mit dem Pavlos Fyssas gedacht wird. Bei einer Spontandemo für den ermordeten griechischen Musiker am Donnerstagabend war es zu Ausschreitungen gekommen.

"Die Unbekannten flüchteten anschließend in Richtung Münsterstraße und Westhoffstraße", schreibt die Polizei. Die Polizisten verfolgten die Linken durch die Nordstadt. Auch ein Polizeihubschrauber war bei der Suche nach den Flüchtigen im Einsatz.Ein Großteil der Demonstranten konnte flüchten - bis auf drei Männer. Im Zuge der Fahndung nahmen die Beamten einen 24- und einen 29-Jährigen (beide aus Dortmund) sowie einen 25-jährigen Essener vorläufig fest.

Hintergrund war nach Angaben einer Antifa-Internet-Seite eine "Spontandemo" von etwa 40 Linksautomomen zum Gedenken an den in Griechenland von einem Rechtsextremisten ermordeten linken Musiker Pavlos Fyssas. In mehreren griechischen Städten war es am Mittwoch bereits zu Demonstrationen mit zum Teil gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen.  Im Internet beschuldigen Linksautonome die Polizei, die Gewalt ausgelöst zu haben. Sie sprechen von "ansatzloser und exzessiver Gewaltanwendung gegen die bis dahin friedliche Demonstration". Die Polizei dementierte, als erste zugeschlagen zu haben. Die Polizei sucht Zeugen. Hinweise an den Kriminaldauerdienst, Tel. 0231 / 132 – 7441.  

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