Autofahrer rammt Bäume auf dem Borsigplatz

Unter Drogeneinfluss

Ein 23-Jähriger hat sich unter Drogen- und Alkoholeinfluss ans Steuer seines Autos gesetzt - und ist mitten auf der Verkehrsinsel des Borsigplatzes gestrandet. Dort setzte er seinen Wagen gegen einen Baum. Als die Polizei ihn fasste, gab er sich ziemlich kleinlaut: was nicht nur mit seinen Promille-Werten zu tun hatte.

DORTMUND

, 10.08.2016, 17:19 Uhr / Lesedauer: 2 min
Autofahrer rammt Bäume auf dem Borsigplatz

Der Borsigplatz.

Der 23-Jährige, so eine Sprecherin der Polizei, ist von Zeugen im Spähenfelde dabei beobachtet worden, wie er gerade noch so bremsen konnte, um an einer roten Ampel stehen zu bleiben. Er habe sein Auto zurückgesetzt: offenbar ohne den hinter ihm stehenden Wagen eines 19-jährigen Dortmunders wahrzunehmen. Auf den sei er nämlich aufgefahren - und dann einfach weitergefahren.

Der 19-Jährige und ein weiterer Zeuge versuchten laut Polizei, dem Flüchtigen in ihren Autos zu folgen. Den Angaben nach war dieser jedoch "sehr schnell" unterwegs. Gestoppt wurde seine Fahrt schließlich auf dem Borsigplatz, den er von der Brackeler Straße aus befahren hatte. Laut Zeugenaussagen sei er jedoch nicht in den Kreisverkehr eingefahren, sondern "geradeaus auf die Verkehrsinsel geschossen". Dabei ist er gegen zwei Bäume geprallt.

Die Kontrolle verloren

Der 19-Jährige, der ihm bis dorthin mit einigem Abstand gefolgt war, verlor bei der Einfahrt in den Kreisverkehr ebenfalls die Kontrolle über sein Auto, schildert die Polizeisprecherin. Er kam von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Glücklicherweise blieb er unverletzt. Und er konnte laut Polizei noch einen Mann beobachten, der aus dem vor ihm verunfallten Auto ausstieg und über die Brackeler Straße stadtauswärts davonlief.

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Polizisten seien kurze Zeit später an der Einmündung Werkmeisterstraße/Im Spähenfelde auf einen Mann getroffen, zu dem die Zeugenbeschreibung des Unfallverursacher passt. Er "war nicht nur verschwitzt und wies eine Wunde am Arm auf, sondern wurde den Beamten gegenüber auch sofort kleinlaut". Er habe Mist gebaut, habe er zugegeben. Er habe Alkohol getrunken und Drogen genommen. 

Dortmunder hatte gar keinen Führerschein

Ein freiwillig durchgeführter Atemalkohol-Vortest ergab einen Wert von knapp unter einem Promille. Zudem wurde eine Blutprobe angeordnet, um zu prüfen, ob der Mann unter Einfluss weiterer berauschender Mittel stand. Zudem fanden die Beamten heraus, dass der Dortmunder offenbar auch nicht in Besitz einer Fahrerlaubnis ist.

Ein Rettungswagen brachte ihn aufgrund leichter Verletzungen in ein Krankenhaus. "Im Anschluss an den dortigen Besuch", so die Polizeisprecherin, "erwarten den 23-Jährigen unangenehme Fragen - und ein Strafverfahren."

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