Autos dicht an dicht

Aplerbeck Die Häuser weisen erste Risse auf, die Bordsteine sind abgefahren. Auto um Auto rauscht vorbei, dazwischen etliche LKW und zahlreiche Busse.

18.09.2007, 17:41 Uhr / Lesedauer: 1 min

In der Tempo-30-Zone Schwerter Straße geht es zu wie in der Hauptverkehrszeit im nahe gelegenen Ortskern von Aplerbeck. Dabei zeigt die Uhr gerade einmal 14.30 Uhr. "Sie müssen sich das mal ansehen, was hier morgens los ist", sagt Karl Rüdiger Peter und deutet auf die Fotos in seiner Sammelmappe. "Alle von heute, schauen sie mal hier".

Zahlreiche LKW sind auf den Bildern zu sehen. Containerwagen und sogar ein Holztransporter. Alles rollt über die Schwerter Straße. An Wohnhäusern, einer Kita und der Grundschule vorbei. "Das sind bestimmt keine Zulieferer für die Läden hier an der Straße", sagt Jutta Kaczmarek, Anwohnerin und Mitbegründerin der Bürgerinitiative Schwerter Straße. Der Verkehr nehme immer mehr zu, doch die Politiker würden keinen Finger krumm machen. Zu einer Ostumgehung des Ortskerns sei ihre Straße mittlerweile geworden - und die Bezirksvertretung nehme es billigend in Kauf. Besonders schlimm stellt sich die Situation zwischen der Schulstraße und der Fuldastraße da. Hier wurden vor einigen Jahren Aufpolsterungen (Berliner Kissen) auf der Fahrbahn angebracht - zur Verkehrsberuhigung. Langsamer wurde der Verkehr dadurch nicht, "sondern nur lauter", sagt Helmut Düdder, ebenfalls Anwohner der Schwerter Straße. "Die Straße ist einfach nicht dafür ausgelegt, um so eine Masse von Fahrzeugen aufzunehmen", ergänzt Peter der schon seit 1993 für eine Verkehrsberuhigung kämpft.

Unterschriften sind gesammelt, das Problem in der Einwohnerfragestunde der Bezirksvertretung den Politikern vorgetragen worden. Bislang ist nichts passiert. Die Anwohner sind sauer, haben so langsam die Nase voll und fragen sich, ob denn erst ein schwerer Unfall passieren muss, damit auch die Politik endlich wach wird. jöb

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