Warum viele Autofahrer zu spät erkennen, dass die Saarlandstraße jetzt eine Sackgasse ist

rnBaustelle Saarlandstraße

Die Dauerbaustelle an der Saarlandstraße sorgt für manche Verzögerung im Pendelverkehr und manchen Umweg. Jetzt hat sich ein neues Problem offenbart, das den Anwohnern aufgefallen ist.

Saarlandstraßenviertel

, 24.09.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Reine Nervensache - das ist für Anwohner, Geschäftsleute und Pendler die Dauerbaustelle an der Saarlandstraße. Seit Anfang Juli die Arbeiten an den Wasserleitungen zwischen der Dresdener Straße und dem Alten Mühlenweg begonnen haben, hat sich die Durchgangsstraße in eine Einbahnstraße verwandelt.

Nicht nur der Verkehr wird durch die Baustelle permanent aufgehalten - auch Geschäftsleute sind in großer Sorge. Die Einnahmen sind weniger geworden - nicht zuletzt, weil viele Kunden wegbleiben. Wer in der Nähe wohnt, ist ebenfalls entnervt - weil es im Bereich Saarlandstraße und den umliegenden Straßen kaum noch Parkplätze gibt.

Wilde Parker stellen sich „quer“

Apropos Parkplätze: Offenbar hat die verschärfte Parkplatznot jetzt dazu geführt, dass sich Autofahrer im wahren Sinne des Wortes „querstellen“: Ein Anwohner hat sich jetzt dazu in unserer Redaktion gemeldet. „Seitdem die Dauerbaustelle an der Saarlandstrasse eingerichtet ist, wird tagsüber, aber auch abends, dreist und wild im Bereich Saarlandstrasse/Staufenstrasse auf der Fahrbahn vor dem Baustellenbeginn, geparkt“, heißt es in der Mail.

Warum viele Autofahrer zu spät erkennen, dass die Saarlandstraße jetzt eine Sackgasse ist

Von Weitem ist kaum ersichtlich, dass hier eine Baustelle beginnt. © Martina Niehaus

Das Problem, das durch die Falschparker entsteht: Für die aus Westen kommenden Fahrzeugführer ist kaum zu erkennen, dass die Straße gesperrt ist - „was immer wieder dazu führt, dass Autos und Lastwagen dort mühsam umdrehen müssen“, erklärt der Anwohner.

Anwohner haben das Ordnungsamt der Stadt informiert

Dem Ordnungsamt sei die wilde Parkerei schon mehrmals mitgeteilt worden. „Geändert hat sich wie so oft aber nichts“, schreibt der Anwohner frustriert. Vor Ort zeigt sich: Tatsächlich stehen kurz vor dem Baustellenbereich regelmäßig zwischen vier und fünf Autos im Parkverbot.

Warum viele Autofahrer zu spät erkennen, dass die Saarlandstraße jetzt eine Sackgasse ist

Die Stadt hat Parkverbotszonen eingerichtet. Aber wer hält sich daran? © Martina Niehaus

Auf Nachfrage dieser Redaktion bei der Stadt, ob das Problem bekannt sei, antwortet Pressesprecher Maximilian Löchter knapp: „Haltverbote sind angeordnet und eingerichtet worden. Alle Verkehrsteilnehmer haben sich daran zu halten.“ Verstärkte Kontrollen durch das Ordnungsamt scheinen allerdings bisher kein Thema zu sein.

Bis die DEW21-Tochter Donetz alle Wasserleitungen erneuert hat, wird die Situation noch angespannt bleiben. Insgesamt sollen die Arbeiten an der Baustelle bis Januar 2020 dauern.

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