Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

AWO baut Minna-Sattler-Zentrum radikal um

Kita-Ausbau-Programm

Das ist ein drastischer Generationswechsel: Wo heute noch ein Pflegeheim für Senioren steht, soll schon bald eine Kindertagesstätte gebaut werden. Es wäre der erste Schritt zu einem Komplettumbau des Minna-Sattler-Zentrums der Arbeiterwohlfahrt in Brünninghausen. Ziel ist ein "Generationenpark". Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

BRÜNNINGHAUSEN

, 15.02.2016 / Lesedauer: 3 min
AWO baut Minna-Sattler-Zentrum radikal um

Das Minna-Sattler-Zentrum soll in den nächsten Jahren komplett umgebaut werden.

Welches Pflegeheim ist betroffen? 

Das Käthe-Kollwitz-Haus, eines von bislang 13 Gebäuden auf dem 20.000 Quadratmeter großen Areal an der Mergelteichstraße, soll schon bald abgerissen werden – was nicht auf ungeteilten Beifall stößt. Ein Angehöriger eines Bewohners beklagt vor allem die kurzfristige Information über den nötigen Auszug. Sie waren Ende Januar informiert worden. 

Was passiert mit den Bewohnern?

Nach den Plänen des AWO-Bezirksverbandes Westliches Westfalen soll der Umzug der zuletzt 52 Heimbewohner bis Ostern vollzogen sein. Auch wenn es schon seit mehreren Jahren Überlegungen zu einem Umbau des Minna-Sattler-Zentrums gebe, seien die Pläne für das Käthe-Kollwitz-Haus erst Ende des letzten Jahres konkret geworden, betont Heimleiter Hans van Dormalen. Er hält die Zeit von acht bis zehn Wochen auch für ausreichend für den Umzug der Heimbewohner, zumal die AWO komplett die Organisation übernehme. 

Der Großteil der Bewohner, etwa 40 Personen, kann in das unmittelbar benachbarte Erna-David-Seniorenzentrum umziehen. Kritikpunkt: Die Pflegekosten im Erna-David-Zentrum liegen um 80 bis 100 Euro im Monat höher, was van Dormalen mit Blick auf den höheren Wohnstandard für vertretbar hält.

Was sind die Gründe für den Ausbau des Zentrums?

Der Abrisspläne für das Käthe-Kollwitz-Haus stehen vor dem Hintergrund des städtischen Kita-Ausbau-Programms. Auf dem Areal unmittelbar an der Mergelteichstraße soll eine neue Kita entstehen, die dann vom AWO-Unterbezirk betrieben wird. Es sieht den Abriss fast aller bestehenden Gebäude vor – bis auf das Heinrich-Böll-Haus ganz im Norden des Geländes. Es soll mit einem Anbau zu einem modernen Pflegezentrum erweitert werden. Die bestehenden Gebäude entsprechen nicht mehr den Anforderungen an betreutes Wohnen oder gar Seniorenpflege. Nicht einmal die Barrierefreiheit ist gewährleistet, erklärt van Dormalen. Neue gesetzliche Anforderungen seien auf Dauer nicht mehr zu erfüllen.

Was sind die weiteren Planungen? 

Die alten Gebäude sollen nach und nach durch Neubauten ersetzt werden. Während das Heinrich-Böll-Haus zum Pflegeheim wird, sollen in anderen Gebäuden verschiedene Wohnformen angeboten werden – von Wohngemeinschaften über Tagespflege bis zu Seniorenwohnungen mit verschiedenen Standards. Dazu kommen neuen Gemeinschaftseinrichtungen, ein Quartiersmanagement und eine Pflegeberatung, erläutert Reinhard Strüwe vom AWO-Bezirksverband als Träger.

Ganz ausgereift sind die Planungen noch nicht. Sie sollen nun weiter ausgearbeitet werden. 2017 könnten dann die nächsten Schritte in Angriff genommen werden. Der gesamte Umbau werde sich über mehrere Jahre hinziehen, erklärt van Dormalen.

Jetzt lesen

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt