B1-Brücke ist unüberwindbares Hindernis für Senioren

Fehlende Barrierefreiheit

Die B1 schneidet alte Menschen, Behinderte und Mütter mit Kinderwagen vom normalen Leben ab. Die alte Fußgängerbrücke an der Lübkestraße ist für sie nur schwer zu passieren, der Treppenabgang zum Stadtbahn-Halt nicht zu meistern. Die Stadt Dortmund kennt das Problem. Eine schnelle Lösung ist jedoch nicht in Sicht.

DORTMUND

, 15.04.2014, 02:24 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hier ist Schluss für Marlies Gölling (r.). Die Treppen von der Fußgängerbrücke zur Stadtbahnhaltestelle kommt sie auch mit Hilfe von Eva Bärbel Schmidt nicht hinunter.

Hier ist Schluss für Marlies Gölling (r.). Die Treppen von der Fußgängerbrücke zur Stadtbahnhaltestelle kommt sie auch mit Hilfe von Eva Bärbel Schmidt nicht hinunter.

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Betreuerin Schmidt versteht nicht, warum niemand das Problem angeht: „Früher gab es in Höhe der Sparkasse an der Lübkestraße noch eine Fußgänger-Ampel. Die Treppen zur Stadtbahn hinunter kann doch auch kein Rollstuhlfahrer und keine Mutter mit Kinderwagen nehmen“, sagt Gölling. Allein in der Straße von Marlies Gölling seien mindestens sieben ältere Menschen nicht mehr in der Lage, die B1-Fußgängerbrücke zu benutzen, sagt Eva Bärbel Schmidt. Die 67-Jährige wünscht für die vielen Betroffenen die frühere Fußgängerampel zurück, um ebenerdig zur Stadtbahnhaltestelle zu gelangen und zur anderen Straßenseite der B1. Umsonst. „Eine reguläre Fußgängerampel über die sechs Fahrbahnen der B1 und die Stadtbahngleise birgt eine zu große Unfallgefahr“, sagt Stadtsprecher Michael Meinders. Die Brücke sei nicht mehr die jüngste, das ist ihm klar, „sie wurde in den 1970er Jahren gebaut, weil es damals viele Unfälle in dem Bereich gab. Aber die Brücke kann nicht ohne weiteres umgebaut werden. Das ist technisch und finanziell nicht möglich.“ Meinders bedauert: „Mit Blick auf den geplanten Stadtbahntunnel dort ist keine schnelle Lösung in Sicht.“

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