B1-Brücke zum Stadion soll neu gebaut werden

Beliebte Route für BVB-Fans

Die wohl am stärksten benutzte Fußgängerbrücke der Stadt wird voraussichtlich abgerissen. Die steile B1-Brücke, die bei jedem Heimspiel tausende BVB-Fans auf ihrem Weg zum Stadion und zurück nutzen, soll durch einen Neubau ersetzt werden. Doch bei den Planungen der neuen Brücke zwischen Lindemannstraße und den Westfalenhallen gibt es ein Problem.

DORTMUND

, 20.06.2017, 16:27 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Fuß- und Radwegebrücke über die B 1 zwischen Lindemannstraße und Messe Westfalenhallen soll durch einen Neubau ersetzt werden.

Die Fuß- und Radwegebrücke über die B 1 zwischen Lindemannstraße und Messe Westfalenhallen soll durch einen Neubau ersetzt werden.

Es ist die wohl am stärksten frequentierte Fußgängerbrücke der Stadt, stellt Baudezernent Martin Lürwer fest. Das merkt man vor allem, wenn sich bei BVB-Heimspielen tausende Fußball-Fans über die vergleichsweise enge und steile Brücke über die B 1 zwischen Lindemannstraße und dem Messezentrum der Westfalenhallen zwängen. Bald soll eine neue Brücke her.

Das Bauwerk aus den 1950er Jahre entspricht schon lange nicht mehr den Anforderungen an Barrierefreiheit, räumt die Bauverwaltung ein. Und diese Erkenntnis ist keinesfalls neu. Schon im Vorfeld der Fußball-WM 2006 wurde über einen Neubau nachgedacht, mangels Finanzierung aber nicht weiterverfolgt.

Jetzt nimmt man einen neuen Anlauf: In den nächsten Monaten sollen Bezirksvertretung und Ausschüsse über Pläne für Abriss und Neubau der Fuß- und Radwegebrücke über die B 1 beraten. Wenn die Politik zustimmt, sollen im Herbst die Planungen für die neue Brücke beginnen.

Neuer Vorplatz der Westfalenhallen wird zwei Meter tiefer liegen

Architektur- und Bauingenieur-Studierende der TU Dortmund haben im Rahmen von Studienarbeiten bereits Ideen für eine Neugestaltung des Übergangs entwickelt. Die könnten nun in die Planungen einfließen. Ganz einfach ist die Aufgabe für die Planer dabei nicht. Denn um die Brückenrampen flacher zu gestalten, wird deutlich mehr Platz benötigt.

Eine Rolle spielt dabei auch die Neugestaltung des Vorplatzes der Messe Westfalenhallen, der allerdings schon 2018 fertig sein soll. Dazu wird es dann eine provisorische Lösung geben müssen, weil der neue Vorplatz, auf den die Brückenrampe mündet, um fast zwei Meter tiefer liegt als der bisherige.

Oberbürgermeister hätte sich frühere Planung gewünscht

Wann die Planungen fertig und die Brücke gebaut werden kann, ist noch offen. Zum Evangelischen Kirchentag 2019 wird sie wohl noch nicht fertig sein, kündigte Oberbürgermeister Ullrich Sierau an – und er ließ durchblicken, dass er sich eine schnellere Planung gewünscht hätte. Immerhin hatte er im Januar 2016 bei der Vorstellung der Messe-Foyer-Planungen der Westfalenhallen den Brücken-Neubau schon angemahnt.

Die Kosten für Abriss und Neubau der Brücke werden auf 3,95 Millionen Euro geschätzt. Die Stadt hofft auf eine Förderung aus Mitteln der Nahmobilität-Förderung von 2,7 Millionen Euro.

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