Baby aus Hörde starb nach schweren Misshandlungen

Prozess-Start im November

Der gewaltsame Tod eines nur zehn Monate alten Kindes aus Hörde beschäftigt ab Ende November das Schwurgericht. Das bestätigte Gerichtssprecher Thomas Jungkamp am Donnerstag auf Anfrage.

Dortmund

, 27.10.2017, 10:44 Uhr / Lesedauer: 1 min
Baby aus Hörde starb nach schweren Misshandlungen

Der Fall des toten Babys beschäftigt ab November das Schwurgericht. © Dieter Menne

Das Kind war im Juli 2015 in einem Krankenhaus verstorben. Am 1. September hätte es seinen ersten Geburtstag gefeiert. Schnell kam damals der Verdacht auf, dass es vom Vater schwer misshandelt worden war. Und das offenbar nicht zum ersten Mal. Bei der Obduktion sollen später auch Verletzungen festgestellt worden sein, die zeitlich vor dem letztendlich tödlichen Geschehen lagen.

Vater auf freiem Fuß

Die Staatsanwaltschaft unterstellt dem Vater deshalb, das Kind mehrmals „roh misshandelt und gequält“ zu haben. Darüber hinaus lautet die Anklage auf Körperverletzung mit Todesfolge. Zugunsten des Angeklagten geht die Staatsanwaltschaft nicht davon aus, dass der Mann die tödlichen Folgen der Misshandlungen kommen sah und sie einfach in Kauf nahm. Andernfalls hätte der Vorwurf auf Totschlag lauten müssen.

Für die Verhandlung rechnet das Schwurgericht nach aktuellem Stand mit mindestens vier Sitzungstagen. Der Prozess beginnt am 23. November und soll noch vor Weihnachten abgeschlossen werden. Weil sich der Angeklagte auf freiem Fuß befindet, konnte das Schwurgericht den Fall nicht früher verhandeln. Sogenannte „Haftsachen“ sind stets vorrangig zu terminieren, und davon liegen bei der zuständigen Kammer regelmäßig viele.

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