Badeunfall in Derne: Verein lässt Vergleich platzen

Widerspruch

Sein Leben hat sich im Sommer 2008 völlig verändert. Kevin P. ist nach einem Badeunfall in Derne gelähmt. In einem gerichtlichen Vergleich waren für den heute 20-Jährigen 410.000 Euro Schmerzensgeld mit dem Badbetreiber SV Derne vereinbart worden. Doch ob Kevin P. das Geld erhält, ist völlig unklar.

DERNE/LÜNEN

08.11.2013, 18:06 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Unfall ereignete sich im Freibad Derne.

Der Unfall ereignete sich im Freibad Derne.

Nach dem Gerichtstermin Mitte Oktober hatte der Vorstandsvorsitzende des SV Derne, Manfred Lesinski, gesagt, dass der Verein dem Vorschlag des Gerichts auf Zahlung von Schmerzensgeld positiv gegenüberstehe und darüber im Vorstand beraten werde. Gleichzeitig erklärte Lesinski, dass der Verein keine 410.000 Euro habe und die Versicherung des Schwimmvereins für die Zahlung des Schmerzensgeld in die Bresche springen müsse.

Das ist auch der Grund, warum der SV Derne jetzt die Widerrufsfrist in Anspruch genommen hat. „Die Versicherung braucht mehr Zeit, um den Fall und den Vergleichsvorschag zu prüfen“, sagte Lesinski. Die vom Gericht gesetzte Frist von drei Wochen habe der Versicherung nicht gereicht. Der Vereinsvorsitzende wagte keine Prognose, wann mit einer Entscheidung der Versicherung zu rechnen ist: „Wir vom Verein können da gar nichts machen.“  

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