Bahnhofsvorplatz: Taxifahrer fordern mehr Platz für ihre Autos

Dortmunder Hauptbahnhof

Einige Taxifahrer fühlen sich durch den geplanten Umbau für eine Busspur vom Bahnhofsvorplatz verdrängt. Ihre Interessen sehen sie von der Taxi-Genossenschaft nicht mit Nachdruck vertreten. Jetzt gehen die Fahrer auf die Barrikaden.

DORTMUND

von Von Bettina Kiwitt

, 23.11.2011, 11:31 Uhr / Lesedauer: 2 min
Julius Panagis, Farzin Framarz und Mahir Aykut (v.l.) wissen nicht wohin mit ihren Taxis, wenn der Halteplatz für den Bau der drei Bushaltestellen verkleinert wird.

Julius Panagis, Farzin Framarz und Mahir Aykut (v.l.) wissen nicht wohin mit ihren Taxis, wenn der Halteplatz für den Bau der drei Bushaltestellen verkleinert wird.

Das Aufbegehren einiger Kollegen sieht Dieter Zillmann (Foto), bereits seit 1974 Vorsitzender der Taxi Dortmund Genossenschaft, „als Sturm im Wasserglas“. Man habe schon Gespräche mit dem Tiefbauamt geführt und nach Ersatz für die rund zwölf bis 14 wegfallenden Plätze gesucht.So sollen etwa am Freistuhl rund zwölf Fahrzeuge stehen können, einen ersten Testlauf gibt es am Samstag zum Derby BVB-Schalke. Sollte sich die Lösung bewähren, müsste der die Bezirksvertretung Innenstadt-West zustimmen. Immerhin würden die Umbaumaßnahmen mit dem geplanten DFB-Museum zusammenhängen und das begrüße er, sagt Zillmann.

Und wenn jetzt auch der neue Verein „Zinnober macht“, die Stadt rudere da sicherlich nicht zurück, der ÖPNV habe immer Vorrang. Doch Farzin Framarz befürchtet, dass die Taxis künftig am Hauptbahnhof noch nicht einmal in Dreierreihen stehen können. „Das ist viel zu eng. Wir haben keinen Sicherheitsabstand mehr.“ Und dass am Freistuhl zwölf bis 14 Taxen Platz finden können, bezweifelt er auch. Sein Vorschlag: Der kleine Fußgängerweg zwischen der Spur für private Autos und der der Taxis sollte verschwinden. Dann hätten die Taxis genug Platz. Im Übrigen wolle er mit seinem Verein nicht gegen die Genossenschaft arbeiten, in der er selbst auch Mitglied ist. „Aber sie vertritt nicht unsere Interessen. Auf ihrer Internetseite sind null Infos für uns.“ Die Problematik habe die Stadt bereits am Montag mit Zillmann und anderen Mitgliedern der Genossenschaft bei einem Vor-Ort-Termin besprochen, so Stadtsprecher Thomas Kampmann. Neben der Freistuhl-Lösung könnten möglicherweise noch vor dem RWE-Turm Taxiplätze reserviert werden. Auch das müsste die Bezirksvertretung Innenstadt-West absegnen.

  Im Übrigen seien immer nur drei Spuren auf dem Bahnhofsvorplatz für Taxis vorgesehen gewesen, die vierte sei als Verfügungsspur angedacht gewesen, die von den Taxifahrern einfach okkupiert worden sei. Wie auch immer: Die Taxifahrer um Farzin Framarz wollen am kommenden Dienstag ab 9 Uhr gegen die Verkleinerung ihres Halteplatzes protestieren.

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