Ballett: Noah Gelber probt für "In the Mood"

DORTMUND. Noah Gelber ist da. Seit ein paar Tagen probt der 38-jährige New Yorker Ballettstar mit den Dortmunder Tänzern für die Produktion "In the Mood", die am 14. März Premiere hat.

von Von Andreas Schröter

, 14.01.2009, 22:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Noah Gelber übt mit den Dortmunder Tänzern die schwierige Choreographie von William Forsythe ein.

Noah Gelber übt mit den Dortmunder Tänzern die schwierige Choreographie von William Forsythe ein.

Die besteht aus drei Teilen - mit Choreographien von William Forsythe, Benjamin Millepied und Cayetano Soto. Für den Forsythe-Part ist Gelber zuständig. Forsythe selbst, einer der renommiertesten Choreographen der Welt, hat meist soviel um die Ohren, dass er nicht selbst mit den Tänzern üben kann. Das tut Noah Gelber. Am Anfang, wie jetzt in Dortmund, sind es einfach nur die Schritte, die die Compagnie lernen muss. "Viele Tänzer kommen aus der russischen Schule", sagt er, "das heißt die Beziehung von Schulter und Hüfte ist immer perfekt. Bei uns müssen sie lernen, sich zu verdrehen." Meist funktioniere das nach ein paar Tagen. "Die packen das", sagt er nach den ersten Eindrücken auch über die Dortmunder Tänzer. "Sie müssen einfach eine Art von Groove finden. Die Musik von Thom Willems ist rhythmisch, schnell und dynamisch." Das verlangt den Tänzern einiges ab. Es braucht einige Zeit, bis die Tänzer sich koordinieren können und der Körper die Schrittfolgen verinnerlicht hat. Stressiges Leben Noah Gelber führt ein stressiges Leben. Gestern Abend direkt nach den Proben ging's zum Bahnhof, weil er in Berlin etwas zu erledigen hatte. "Vorgespräche für Dinge, die in Planung sind", sagt er. Etwas Ähnliches läuft auch in Frankfurt. Für ihn ist das ganz normal. 1994 bei seinem ersten und bisher einzigen Dortmund-Besuch ist er direkt vom Bahnhof ins Theater gefahren und nachher wieder zurück. Einmal hatte er drei Choreographien gleichzeitig: Zwei in Russland eine in Holland. "Ich bin der beste Kunde der Lufthansa", sagt er. Mit Interesse verfolgt Gelber die Pläne der Dortmunder, ein Ballettzentrum im Sonnenenergieforum aufzubauen: "Das Ballett braucht ein eigenes Haus. Wir sind immerhin Hochleistungssportler." Aber erfreulicherweise werde der Tanz weltweit immer ernster genommen.

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