Ballettzentrum soll im Westfalenpark entstehen

05.11.2007 / Lesedauer: 3 min

Die Verhandlungen laufen noch, doch es sieht gut aus: Dortmund soll ein Ballettzentrum bekommen. Das Sonnenenergieforum im Westfalenpark, derzeit in Besitz der RWE Energy, soll auf Kosten der Konzerntochter umgebaut und anschließend der Stadt übergeben werden. Neben zwei Probesälen für die Dortmunder Ballett-Compagnie soll das Gebäude ein Informationszentrum Tanz beherbergen. Internationale Compagnien und Choreographen, die Xin Peng Wang verstärkt nach Dortmund holen will, könnten dort ungestört proben - im Theater Dortmund steht dem Ballett nur ein Saal zur Verfügung. Durch Glasfronten könnten Park-Besucher künftig den Tänzern beim Proben zusehen. "Das macht neugierig und schafft einen Zugang zur Sparte Tanz. Ein tolles Symbol für die Ballettstadt Dortmund", freut sich Ballettdirektor Xin Peng Wang.

Auftrieb für den Park

Derzeit laufen Gespräche zwischen der Stadt und RWE Energy, die das Gebäude seit der VEW-Übernahme betreibt - der Pachtvertrag läuft über 50 Jahre. Zuletzt wurde das Gebäude vor allem für Konzerte und Ausstellungen genutzt, außerdem hat der ehemalige RWE-Vorstand Heinz Fennekold dort den Sitz seines tschechischen Honorarkonsulats, das im Zuge des Umbaus um einen Raum erweitert werden würde.

Ein Ballettzentrum könnte nicht nur dem Gebäude, sondern auch dem Park Auftrieb geben, glaubt Kulturdezernent Jörg Stüdemann: "Das hätte viel Charme. Der Oberbürgermeister und ich haben großes Interesse, aber Vollzug kann noch nicht gemeldet werden." Zurzeit lasse RWE prüfen, wie teuer der Umbau würde, zudem muss der Rat noch beschließen.

Eröffnung Anfang 2009

Ohne Förderer und Sponsoren könnte das Ballett nicht überleben, sagt Ballett-Manager Tobias Ehinger - Heinz Fennekold, der das Ballettzentrum vermittelnd auf den Weg gebracht hat, ist einer von ihnen. "Es kann nun nicht mehr scheitern", glaubt er, und schätzt: "Anfang 2009 könnte das neue Ballettzentrum den Betrieb aufnehmen." Die Auslandsgesellschaft Deutschland, der Fennekold als Präsident vorsteht, werde Kosten für den Hausmeister, Technik und Cafeteria-Betrieb übernehmen. Die Stadt möchte zumindest in den ersten Jahren keine laufenden Kosten mit dem Zentrum haben, so Stüdemann. Auch nach dem Umbau soll übrigens ein Raum für kleinere Veranstaltungen wie die Sommermatineen erhalten bleiben. pin

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