Bande klaut 49 Wohnmobile in ganz NRW: Hauptverdächtiger in Dortmund festgenommen

rn„EK California“

Der Polizei in Krefeld ist ein Schlag gegen eine Bande gelungen. Die 15 Männer sollen in ganz NRW fast 50 Wohnmobile gestohlen haben. Ein Hauptverdächtiger wurde in Dortmund geschnappt.

Dortmund

, 13.09.2019, 17:23 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Landeskriminalamt NRW (LKA) hatte seit Januar 2019 zusammen mit der Polizeibehörde Krefeld wegen einer ganzen Serie von Fahrzeugdiebstählen ermittelt. Mit Unterstützung aus Kleve und Viersen wurde die „EK California“ eingerichtet. Mit Erfolg: Seit Mai konnten zwei Hauptverdächtige festgenommen werden, einer davon in Dortmund. Rund ein Jahr sollen sie tätig gewesen sein.

Den Ermittlungserfolg stellte die Ermittlungskommission am Freitagmorgen in Krefeld zusammen mit der Oberstaatsanwaltschaft vor. Demnach wurden 15 Männer dingfest gemacht. Bei den Haupttätern handelt es sich um drei Männer aus Polen im Alter von 44, 36 und 30 Jahren. Diese hatten sich mit drei Mittätern im Alter von 35, 33 und 24 Jahren sowie neun Fahrern im Alter von 28 bis 69 Jahren zusammengeschlossen.

Auch ein Tatort in Dortmund

Demnach wird den 15 Männern vorgeworfen, insgesamt 72 Fahrzeuge gestohlen zu haben. Darunter befinden sich 49 hochwertige Wohnmobile, drei Pferdetransporter, sechs Lkws, drei Pkws sowie elf Transporter. Insgesamt beläuft sich der Gesamtschaden auf rund 3,7 Millionen Euro. Außerdem wird ihnen 15-maliger versuchter Diebstahl von Wohnmobilen zur Last gelegt. Die Straftaten sollen sich auf 23 Tatorte verteilen, wobei Hauptziel das Rheinland war.

Ein Tatort soll sich auch in Dortmund befinden. Genauere Angaben zu dieser Tat kann die Polizei Krefeld auf Anfrage nicht machen. Laut Polizei Krefeld transportierten die Fahrer häufig mehrere Wohnmobile gleichzeitig nach Polen. Dabei wurden sie von Begleitfahrzeugen gelotst, um Polizeikontrollen zu umgehen. Die Männer kommunizierten mutmaßlich über Wegwerfhandys und Funkgeräte.

Der 44-jährige Hauptverdächtige konnte im Mai in Dortmund festgenommen werden. Laut Staatsanwaltschaft habe er von Duisburg aus Tatorte ausgespäht. Bei seiner Festnahme wurde sein Handy überprüft. Dabei fanden die Beamten zahlreiche Fotos und Videos von hochwertigen Wohnmobilen und Hinweise auf Tatorte sowie Mittäter. Außerdem führte die Auswertung von gesicherten Spuren an einem Tatort und an einem sichergestellten Fahrzeug zu zwei Mittätern.

Der 44-Jährige sitzt seit Mai in Untersuchungshaft, auch der 36-jährige Haupttäter ist in Gewahrsam. Gegen sie und ihre Mittäter werden nun Haftbefehle wegen schweren Bandendiebstahls von Wohnwagen und Kraftwagen erlassen. Die neun Fahrer wurden oftmals an der Grenze zu Polen festgenommen. Sie erwartet Strafverfahren wegen Hehlerei. Fünf von ihnen sind in einer JVA untergebracht worden, vier wurden zwischenzeitlich entlassen.

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