Kein Baustopp nahe des BVB-Trainingsgeländes: Gericht weist Eilantrag zurück

Hohenbuschei-Bauärger

Das Verwaltungsgericht weist einen Eilantrag auf sofortigen Baustopp des umstrittenen Gebäudes an der Max-Michallek-Straße 1 zurück. Das Paar, das dagegen klagt, hat aber noch Hoffnung.

Brackel

, 19.06.2019 / Lesedauer: 2 min
Kein Baustopp nahe des BVB-Trainingsgeländes: Gericht weist Eilantrag zurück

So sieht der beklagte Neubau an der Max-Michallek-Straße 1 aus. © Andreas Schröter

Enttäuschung für Martin Neumann und seine Lebensgefährtin: Im Streit um ein nach Ansicht der Anwohner zu hohes Gebäude an der Max-Michallek-Straße 1 auf Hohenbuschei müssen die beiden Kläger, die im Nachbarhaus wohnen, eine Niederlage einstecken. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hat ihren Eilantrag auf sofortigen Baustopp abgelehnt. Ein solcher Baustopp, so habe es der Anwalt erklärt, werde nur erlassen, wenn Gefahr im Verzug sei - etwa wenn der Neubau einsturzgefährdet sei, Mängel aufweise oder anderen dadurch Schaden zugefügt werde. Und das sei hier eben nicht der Fall.

Sondergenehmigung vom Bauordnungsamt

An der Max-Michallek-Straße 1 entsteht ein Neubau, der um eine Etage höher ist, als es der dort geltende Bebauungsplan vorsieht. Die Bauherrin, die Immobilienfirma Nowarre, hat am 18. April 2018 eine Sondergenehmigung vom Bauordnungsamt der Stadt für das zusätzliche Geschoss erhalten. Doch weil die Fertigstellung erst fast ein Jahr später erfolgte, vermuten Martin Neumann und seine Lebensgefährtin eine geschickten Verzögerungsstrategie, denn: Gegen solche Sondergenehmigungen haben Anwohner nur ein Jahr nach der Genehmigung die Möglichkeit, Einspruch zu erheben.

Bettina Nowarre, Chefin der gleichnamigen Immobilienfirma mit Sitz in Aplerbeck, war auf Anfrage zu keiner Stellungnahme bereit. Erstens sei sie im Urlaub, zweitens wisse sie nichts von dem Fall. Die Kläger hoffen nun auf das Hauptverfahren, das sich jedoch bis 2021 hinziehen kann.

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