Bauarbeiten unter der B54: Erdkabel statt gefährlicher Strahlung

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Die IG Vorsicht-Hochspannung sieht sich ihrem Ziel immer näher: Bald sollen die Stromkabel zwischen Kruckel und Hörde unterirdisch verlaufen. Die Bauarbeiten an der B54 sind in vollem Gange.

Lücklemberg, Wellinghofen

, 12.09.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Gespannt beobachten die Interessengemeinschaft (IG) Vorsicht-Hochspannung und deren Initiator Reinhard Wegener die Erdkabelverlegung der Firma Westnetz zwischen Wellinghofen und Lücklemberg.

„Es sieht ganz so aus, als hätte unsere zehnjährige Auseinandersetzung mit Westnetz und ihren Vorgängefirmen am Ende doch Sinn gemacht“, so Wegener zufrieden.

Denn die IG Vorsicht-Hochspannung hatte lange für die Verlegung der hier verlaufenden und laut Wegener „hochgefährlichen alten Freileitung“ gekämpft. Ihr Wunsch: Die oberirdischen Stromleitungen sollten in die Erde wandern.

Arbeiten in 10 bis 16 Metern Tiefe

Auf dem Weg der Kabel nach Hörde muss die B54 unterquert werden. Ohne, dass die Straße dabei beschädigt wird. Ein kompliziertes Unterfangen. „Aktuell finden vorbereitende Arbeiten für die Bohrung unterhalb der B54 statt“, erklärt Westnetz-Sprecherin Katrin Frendo auf Anfrage. Von der Zillestraße aus sind diese gut zu sehen.

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Auf beiden Seiten der B54 hebt eine Brunnenbaufirma momentan 10 bis 16 Meter tiefe Löcher aus. Über diese „Pressgruben“ erfolgt laut Frendo die spätere Bohrung. Dabei wird eine Leerrohranlage in das Erdreich unter der Fahrbahn getrieben. Ähnliches soll später unterhalb der Bahngleise am Umspannwerk in Hörde, westlich des Phoenix-Sees, stattfinden. Mit einer Fertigstellung rechnet Westnetz Ende 2021.

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