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Baukunst ins Ex-Museum?

Ostwall

Jahrzehntelang war die Bildende Kunst am Ostwall zuhause – bald könnte es die Baukunst sein. Eine Initiative aus Architekten, Ingenieuren und Planern möchte das verwaiste Gebäude in ein nordrhein-westfälisches Haus der Baukunst verwandeln.

DORTMUND

von Von Oliver Volmerich

, 22.03.2011 / Lesedauer: 3 min
Baukunst ins Ex-Museum?

Das Museum am Ostwall.

Für Leben im alten Museumsgebäude soll ein bunter Nutzungsmix sorgen. Neben dem Baukunst-Archiv könnten so ein Baukunst-Bistro, eine Fachbuchhandlung, eine Bauberatung und junge Architekturbüros mit untergebracht werden. Der Lichthof soll weiter für Ausstellungen und Veranstaltungen genutzt werden. Sonne: „Etwa für die Dortmunder Architektur-Tage, die Professor Joseph Paul Kleihues in den 80er Jahren am Ostwall begründet hat.“ Die Nachfahren des Architekten – Planungsdirektor der Internationalen Bauausstellung in Berlin und lange Jahre Lehrstuhl-Inhaber an der Uni Dortmund – würden auch den umfangreichen Nachlass von Kleihues nach Dortmund vergeben, wenn das Baukunst-Archiv an den Ostwall zieht. „Das wäre ein 1A-Nachlass eines der bedeutendsten Architekten der Bundesrepublik“, schwärmt Sonne, der auch auf die Unterstützung von Ex-Stadtdirektor Klaus Fehlemann zählen kann.

Allerdings: Die Konkurrenz für eine Nachnutzung des Museums ist groß. So gibt es auch Ideen für ein Haus der Dortmunder Kunst u.a. mit Beteiligung des Kunstvereins, ein Stiftermuseum oder ein Domizil der freien Kulturszene. Dazu haben auch Immobilieninvestoren und andere Investoren angeklopft, die das Grundstück nutzen wollen. „Wir werden deshalb ein Interessenbekundungs-Verfahren starten, um alle Ideen zu sammeln und dem Rat vorzulegen“, kündigt Stadtdirektor Jörg Stüdemann an. Das könnte noch bis zum Sommer geschehen. Der Haken ist: Zuletzt hat der Rat den Verkauf des Gebäudes beschlossen. Die Initiatoren des Hauses der Baukunst denken dagegen an Miete oder Pacht. „Für Baumaßnahmen gibt es schon eine Finanzierungszusage des NRW-Bauministeriums“, betont Sonne.

Der Betrieb könne über einen Trägerverein und Stiftungen finanziert werden. Gut möglich, dass der Rat unter diesen Vorzeichen den Verkaufsbeschluss überdenkt. „Wichtig ist“, betont Stüdemann, „dass es für die Stadt keine finanzielle Belastung gibt.“

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