Baustart für „Leuchtturm“ am Hafen: Auch Mongo’s zieht hier ein

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Viele Neubauprojekte an der Speicherstraße am Hafen sind angekündigt, stecken aber noch in der Vorbereitungsphase. Das erste ist jetzt in Bau gegangen. Und es soll Strahlkraft entfalten. Auch wortwörtlich.

Dortmund

, 04.06.2020, 12:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ludger Wilde brachte es auf den Punkt: „Es wird nicht nur geplant, sondern auch umgesetzt“, sagte der städtische Planungsdezernent beim symbolischen ersten Spatenstich für den so genannten Leuchtturm am Santa Monika-Anleger. „Wir werden den Begriff Leuchtturm nicht mehr los“, scherzte Wirtschaftsförderer Thomas Westphal in die vielköpfige Runde am Rande der Baugrube.

Warum auch? Das sechsgeschossige Gebäude, das der Dortmunder Immobilienentwickler apodo und das Lingener Bauunternehmen Hofschröer nahe der Hafenbrücke hochziehen, soll tatsächlich ein Leuchtturm für die Zukunft der Speicherstraße werden. Das markante Gebäude vis-a-vis des Alten Hafenamtes bildet quasi den neuen und repräsentativen Eingang. Darüber hinaus schlägt es einen Brückenkopf zum Sunderweg: Besucher haben die Möglichkeit, über eine Freitreppe von der Hafenbrücke direkt auf die künftige Promenade zu gelangen.

Sie können, je nach Lust und Laune, aber auch einen Zwischenstopp auf der Terrasse im ersten Obergeschoss einlegen und bei Essen und Getränken den Blick aufs Hafenbecken genießen: Dort zieht das Restaurant Mongo's ein, das von der Lindemannstraße an den Hafen wechselt.

Neubau am Hafen soll die Türen im Herbst 2021 eröffnen

Rund 3400 Quadratmeter Fläche bietet der Neubau. Die oberen drei Geschosse sind bereits vermietet, wie apodo-Geschäftsführer Jörg Borchers wissen ließ: Dort zieht das Münsteraner Unternehmen Harbourside ein, das Co-Working-Plätze beispielsweise für Startups und Freiberufler bietet. Das Erdgeschoss wird durch die Eingangshalle und Konferenzbereiche geprägt.

Allein das 2. Obergeschoss steht bislang leer, Interessenten seien aber vorhanden, wie es hieß. Unterhalb des Gebäudes entsteht eine Tiefgarage mit 27 Stellplätzen; sechs Parkplätze weitere werden oberhalb angelegt. Im Herbst 2021, so die Hoffnung von apodo-Chef Borchers, soll der rund 15 Millionen Euro schwere „Leuchtturm“ dann in Betrieb gehen. Und auch bei Dunkelheit strahlen: Die Fassade wird nachts beleuchtet.

Die Baugrube ist längst ausgehoben, der erste Spatenstich symbolischer Natur: Am Santa Monika-Anleger entsteht der Neubau, der die Promenade mit der Hafenbrücke verbindet.

Die Baugrube ist längst ausgehoben, der erste Spatenstich symbolischer Natur: Am Santa Monika-Anleger entsteht der Neubau, der die Promenade mit der Hafenbrücke verbindet. © Stadt Dortmund

Planungsdezernent Wilde war voll des Lobes, auch für Architekt Christoph Höhne aus Esslingen. Das Gebäude mache nicht nur den Auftakt für eine ganze Reihe von Projekten, die in Vorbereitung sind. Zudem werde es sich nahtlos in das geplante Ensemble einfügen. „Sie legen damit gut vor“, sagte Wilde in Richtung von Architekt und Bauherren.

Wie sehr sich die Metapher „Leuchtturm“ bereits eingebürgert hat, machte auch Hafen-Vorstand Uwe Büscher deutlich: Leuchttürme seien mit einer Befeuerung ausgestattet und böten Orientierung, so Büscher. „Alles, was an der Speicherstraße folgt, wird sich an diesem Gebäude messen lassen müssen.“ Am Hafen habe eine neue Zeitrechnung begonnen.

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