Baustelle am Hellweg: Anwohner ärgern sich über Ausweichverkehr auf Oberdorfstraße

Brackeler Hellweg

Die Oberdorfstraße wird von ortskundigen Autofahrern als Alternativroute zur eigentlichen Umleitung genutzt. Grund: eine Teilsperrung des Hellwegs. Das sorgt für Ärger bei den Anwohnern.

von Tobias Weskamp

Brackel

, 10.05.2019, 17:31 Uhr / Lesedauer: 2 min
Baustelle am Hellweg: Anwohner ärgern sich über Ausweichverkehr auf Oberdorfstraße

Baustelle am Brackeler Hellweg: Ortskundige Autofahrer nutzen die Oberdorfstraße als Alternative zur eigentlichen Umleitung. Dabei kann es auf der Straße eng werden. © Tobias Weskamp

Stoßstange an Stoßstange schlängeln sich die Autos derzeit durch die Oberdorfstraße. An Engpässen müssen sie warten, bis der Gegenverkehr sie durchlässt. Manchmal weichen sie auch auf den Gehweg aus. Grund ist die Baustelle auf dem Brackeler Hellweg im Bereich der Kreuzung Leni-Rommel-Straße/Flughafenstraße, die in zwei Bauabschnitte aufgeteilt ist. Wegen Gleisbauarbeiten wird der Hellweg in einem Teilbereich gesperrt und der Verkehr wird umgeleitet. Die offizielle Umleitung führt natürlich nicht über die Oberdorfstraße.

Ausgeschilderte Umleitung führt über andere Straßen

Wie die Stadt bereits vor Einrichtung der Baustelle informierte, gibt es eine Umleitung vom Wambeler Hellweg über Rüschebrinkstraße, Hannöversche Straße und weitere Straßen bis zur Leni-Rommel-Straße. Diese Umleitung ist auch ausgeschildert und weist die Autofahrer ab Wambel darauf hin, dass sie der Umleitung „U8“ folgen sollen.

Nur scheinen sich viele gar nicht daran zu halten. Sie nutzen lieber die kürzere Oberdorfstraße, wodurch für sie der Umweg weniger weit ist. Das Ganze kann allerdings zu Lasten der Fußgänger gehen, etwa wenn Autos, wie beobachtet, auf den Gehweg ausweichen.

Anwohner befürchten Unfälle durch den starken Verkehr

Mehrere Anwohner haben sich bei den Ruhr Nachrichten gemeldet, vor allem, weil sie Unfälle befürchten. „Die Straße ist für diese Menge Verkehr zu eng“, erklärt Dirk Geisler. Ihn stören weniger die Pkw. „Wenn da zwei Vierzigtonner von beiden Seiten kommen, wird es wirklich knapp.“ Teilweise müssen sie in andere Straßen ausweichen, um aneinander vorbei zu kommen. Er wünscht sich für die Straße ein Lkw-Verbot. Anwohner Niklas Schulz hat ein weiteres Problem: „Die Hörder Straße ist teilweise Sackgasse. Wenn der Verkehr wie derzeit fährt, kommt teilweise kein Anwohner raus, da ja rechts vor links gilt.“ An die ausgeschilderte Umleitung halte sich leider niemand. „Die Beschilderung könnte besser sein“, findet er.

Auch Nicola van der Wal vom Kulturzentrum Balou kennt das Problem. „Wir sehen hier jeden Tag, dass weitaus mehr Verkehr als normalerweise durch die Oberdorfstraße fährt. Dabei kann es schon mal eng werden, wenn die Autos einander ausweichen“, sagt sie.

Wer sich auskennt, ignoriert die Umleitung

„Dass ortskundige Autofahrer die Oberdorfstraße als Ausweichstraße bevorzugen, kann die Stadt nicht verhindern“, bedauert Stadt-Pressesprecher Christian Schön.

Am 13. Mai (Montag) wird es übrigens genau anders herum sein: „Da wechselt die Baustelle die Straßenseite und die Umleitung dreht sich entsprechend um“, erklärt der Pressesprecher. Die Maßnahme dauert noch bis 31. Mai.

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