Geister-Baustelle macht Friedensplatz zum Irrgarten für Passanten

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Eine riesige Baustelle ist der Friedensplatz zurzeit. Von Arbeiten ist auf der weiten Fläche zwischen Rathaus und Stadthaus aber nichts zu sehen. Aus gutem Grund.

Dortmund

, 23.06.2020, 14:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Diese Baustelle gibt Rätsel auf. Fast die komplette Fläche des Friedensplatz ist von Bauzäunen umgeben. Bauarbeiter sucht man aber vergebens. Dass der Platz so menschenleer ist, ist beabsichtigt.

Es gibt zwar viele Menschen, die sich generell mehr Leben auf dem Friedensplatz wünschen. Der ist ansonsten aber eine wichtige Fuß- und Radwege-Verbindung im Herzen der City. Und er wird regelmäßig für Veranstaltungen aller Art - von Demonstrationen bis zu Konzerten - genutzt.

Das ist in Corona-Zeiten natürlich stark eingeschränkt. Und genau das machen sich die städtischen Tiefbauer nun zu Nutze. Sie nutzen die veranstaltungsfreie Corona-Zeit, um das Pflaster des vor 31 Jahren angelegten Friedensplatzes zu reparieren. „Es werden großflächig die Fugen saniert“, berichtet Tiefbauamts-Leiterin Sylvia Uehlendahl.

Eine längere Ruhezeit ist nötig

Am 2. Juni haben die Arbeiten begonnen, die 34.000 Euro kosten. Der erste Abschnitt ist bereits erledigt. Dass von Arbeiten und Arbeitern aktuell nichts zu sehen ist, liegt in der Natur der Sache. „Die Fläche braucht 28 Tage Ruhe, um die Fugen aushärten zu lassen“, erklärt Sylvia Uehlendahl.

Ende Juni wäre der Platz also wieder begehbar. Es sei denn, die Tiefbauer nehmen noch einen weiteren Abschnitt für die Fugensanierung in Angriff. Auch das hängt von der weiteren Entwicklung in Sachen Corona ab.

Nicht zu verwechseln sind die Fugenarbeiten mit der DEW-Baustelle an der Nordseite von Friedensplatz und Rathaus, also im Bereich Prinzenstraße. Hier verlegt Energieversorger DEW21 Fernwärmeleitungen - als Teil eines Millionen-Investitionsprogramms zur Wärmeversorgung. Beide Baustellen zusammen sorgen dafür, dass die Wege von Passanten aktuell einem Hindernislauf durch einen Irrgarten ähneln.

DEW-Baustelle wandert weiter

Die Arbeiten sollten eigentlich längst beendet sein. Dass hier immer noch gebuddelt wird, hängt mit Lieferschwierigkeiten für Material und archäologischen Funden zusammen, die bei der Bauarbeiten gemacht wurden.

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In Kürze wandert die DEW-Baustelle von der Prinzenstraße dann auch weiter in Richtung Westen in die Kuhstraße. Um mit den neuen Leitungen die Hansastraße zu queren, müssen in drei aufeinanderfolgenden Bauabschnitten einzelne Spuren der Hansastraße gesperrt werden. Der Verkehr kann jedoch in beiden Fahrtrichtungen weiter fließen, teilt DEW21 mit.

Nur im letzten Bauabschnitt kommt es zur zeitweisen Sperrung der Einfahrt zur Kuhstraße. Die Arbeiten sollen bis August laufen.

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