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Königswall und Hoher Wall: Baustellen ruhen wegen archäologischer Funde

Straßenbauarbeiten in der City

Die auf Baustellen auf dem Wall entdeckten Relikte der Stadtgeschichte freuen Archäologen. Die eigentlichen Arbeiten aber verzögern sich. Werden sie bis zum Start des Kirchentags fertig?

Mitte

, 13.03.2019 / Lesedauer: 3 min
Königswall und Hoher Wall: Baustellen ruhen wegen archäologischer Funde

Seit Mitte Februar verlegt DEW21 Fernwärmeleitungen unter dem Königswall. Dabei wurden Überreste einer Verteidigungsanlage gefunden. Wegen ihr ruhen nun die Arbeiten. © Peter Bandermann (Archivbild)

Großbaumaßnahme und kein Fortschritt erkennbar: So erscheint aktuell vielen Verkehrsteilnehmern die Situation an den beiden Baustellen der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung (DEW21) am Königswall und Hohen Wall. Grund dafür sind archäologische Untersuchungen.

Bereits in Februar ist DEW21 bei den Leitungsarbeiten am Königswall auf Fundamente des früheren Westenrondells gestoßen, einer Verteidigungsanlage in der Stadtmauer, auf der einst Kanonen standen. Diese Funde setzen sich auch im weiteren Trassenverlauf fort, deshalb sind die Archäologen weiterhin vor Ort im Einsatz.

Ausgrabungen brauchen viel Zeit

Die eigentlichen Arbeiten an den Leitungen stehen in der Zwischenzeit still. Für die Stadtgeschichte sind die Funde allerdings bedeutend, denn sie sind weitere Puzzleteile für das große Gesamtbild des historischen Dortmunds.

Um die Zeit dennoch zu nutzen, hat DEW21 Ende Februar parallel mit Arbeiten am Hohen Wall begonnen. Doch auch hier wurden Bodendenkmäler gefunden – vermutlich Teile der historischen Stadtmauer. Die aktuellen Untersuchungen haben auch dort zu einem zwischenzeitlichen Baustillstand geführt. DEW21 teilt mit, die Tiefbau- und Leitungsarbeiten fortzuführen, sobald die Archäologen ihre Arbeiten abgeschlossen haben.

Notfalls werden Baugruben vor dem Kirchentag provisorisch verfüllt

Eigentlich sollten die Baustellen bis zum 31. Mai beendet sein - rechtzeitig vor dem Start des evangelischen Kirchentags am 19. Juni. Ob diese Frist einzuhalten ist, kann DEW21-Sprecherin Jana-Larissa Marx auf Nachfrage unserer Redaktion jedoch nicht garantieren, sagte aber auch: „Unsere Experten sind optimistisch, dass wir das schaffen.“

Doch selbst wenn sie nicht fertig werden sollten, würden die Kirchentagsbesucher keine Baustellen auf dem Wall erwarten: „Zum Kirchentag wird es keine offenen Baugruben geben“, sagt Marx. Da gebe es klare Vereinbarungen mit der Stadt. „Notfalls werden wir die Baustellen provisorisch verfüllen und nach dem Kirchentag wieder öffnen und fertigstellen.“

Auch andere Wall-Baustellen sollen rechtzeitig verschwinden

Auch die andere Großbaustelle am Ostwall wird bis Mitte Juni wohl verschwunden sein: Für sie gibt die Stadt im Internet den 1. April als Enddatum an. Das Gleiche gilt für eine erheblich kleinere Baustelle am Südwall, wo derzeit wegen einer Baustelle an der Einmündung zur Elisabethstraße die Fahrbahn von drei auf zwei Spuren verengt worden ist.

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