Baustellen-Symbole verraten Großprojekt im Innern der Lutherkirche

rnLutherkirche in Asseln

Seit knapp zwei Wochen hängen an den Türen der Lutherkirche in Asseln Schilder mit Baustellen-Symbol. Im Innern stehen große Baugerüste, die nun bald verschwinden sollen.

Asseln

, 27.01.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

An jeder Tür der Lutherkirche hängen seit einigen Tagen Hinweisschilder mit auffälligem Baustellensymbol. Dazu der Hinweis, dass die Kirche wegen Baumaßnahmen vorübergehend geschlossen ist. Der Grund für die temporäre Sperrung ist ein Projekt der Stiftung Lutherkirche.

Bei dem Projekt geht es um die Beleuchtung der Kirche, die einer Erneuerung bedurfte. „Das diffuse Licht hat bislang das Lesen in den Gesangsbüchern erschwert“, nennt Volker Brings, Kirchmeister und zweiter Vorsitzender der Stiftung, einen der Gründe. Und weiter: „Die Altarbeleuchtung musste repariert werden und die Steuerung der gesamten Beleuchtung bedurfte einer Modernisierung.“

Vorsicht in denkmalgeschützter Lutherkirche

Insgesamt sei die Lutherkirche in allen Bereichen bisher nicht ausreichend beleuchtet gewesen. Bei manchen Veranstaltungen konnte das schon einmal zu Schwierigkeiten führen - beispielsweise bei Konzerten, wenn die Musiker nur mit Schwierigkeiten die Noten lesen konnten. „Wir brauchten einfach mehr Licht in der Kirche. Auch für moderne Veranstaltungsformen“, so Brings.

Baustellen-Symbole verraten Großprojekt im Innern der Lutherkirche

Rolf Behrendt (l.) und Volker Brings (r.) von der Stiftung Lutherkirche zeigen die neuen LED-Leuchten, die den Innenraum der Kirche in Zukunft heller machen sollen. © Julian Reimann

Die Idee, die Beleuchtung der Kirche zu erneuern, kam bereits vor sechs Jahren zum ersten Mal auf. Damals noch im Zusammenhang mit dem Landeskirchenprojekt „Grüner Hahn“. Dabei ging es um eine bewusst nachhaltige Ausrichtung der Kirchen. „Das Thema Beleuchtung wurde ein paar Mal angesprochen“, erzählt Brings. „Getan hat sich aber in der Zeit nichts.“

Also haben er und Rolf Behrendt, der erste Vorsitzende der Stiftung Lutherkirche, das Projekt nun ernsthaft selbst in Angriff genommen. Mit Erfolg: Die Arbeiten in der Kirche schreiten zügig voran, bis zum 31. Januar sollen sie spätestens abgeschlossen sein.

Lichtplaner-Büro entwarf das Konzept

Dabei gab es im Vorfeld, aber auch während der Umbauarbeiten, viel zu beachten. „Die Kirche ist denkmalgeschützt, das musste bei der Planung beachtet werden“, erklärt Behrendt. Auch die alten Leitungen, die noch aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts stammen, mussten bei der Wahl der Leuchtmittel mit einkalkuliert werden.

Deshalb habe man ein Lichtplaner-Büro aus Soest kontaktiert und gemeinsam ein Konzept entworfen. Das sieht vor, zu der bestehenden Beleuchtung eine zusätzliche anzubringen. Eine neue, vereinfachte Licht-Steuerung ist ebenfalls vorgesehen.

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Finanziert wird das Projekt, das mit rund 70.000 Euro veranschlagt ist, mit Geldern der Stiftung, die größtenteils aus Spenden bestehen, sowie aus Bauunterhaltungsmitteln der Gemeinde. Die Übergabe der neuen Beleuchtung an die Gemeinde erfolgt am 28. Februar, wenn auch das 15-jährige Bestehen der Stiftung gefeiert wird.

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