Räumungsklage: Kosmetikstudio-Inhaberin kämpft um ihre Existenz

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Marlies Holthaus führt ihr Kosmetikstudio seit 20 Jahren. Dann kündigte ihr der neue Vermieter ihrer Räume Mitte 2019. Eine Räumungsklage folgte. Am 1. Juli sieht man sich vor Gericht.

Kley

, 24.06.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im Schaufenster des Kosmetikstudios „Beauty Oase“ hängen Plakate. „Seit 20 Jahren sind wir für Sie da, jetzt werden wir grundlos auf die Straße gesetzt“, steht darauf. Und: „Herr K, kennen Sie das Wort ‚Menschlichkeit‘?“

Hintergrund ist ein Streit zwischen der Kosmetikstudio-Inhaberin Marlies Holthaus und ihrem Vermieter. Die Jöcker Kreis GbR hatte im Februar 2019 die Immobilie an der Dorneystraße 2 übernommen, in der sich die „Beauty Oase“ befindet.

Zunächst habe sie das Gefühl gehabt, mit ihrem Studio in guten Händen zu sein, sagt Marlies Holthaus. Doch nachdem sie sich über die Lautstärke der Bauarbeiten in den Wohnungen über ihrem Studio beschwert hatte, gab es Ärger.

Der Gerichtstermin soll Klarheit bringen

„Dabei wollte ich es in Ruhe klären“, sagt Marlies Holthaus. „Es ging mir nur darum, dass ich keine Kunden mehr wegen der Lautstärke nach Hause schicken muss.“

Zunächst kündigte die Jöcker Kreis GbR den Mietvertrag, in einem klärenden Gespräch boten die Verantwortlichen dann einen neuen Vertrag mit einer drastischen Mieterhöhung an. Auf eine geringere Erhöhung, die Marlies Holthaus anbot, gingen sie nicht ein.

Eine Räumungsklage und eine Klage gegen die Plakate im Schaufenster folgte. Die Plakate dürfen laut Amtsgericht Dortmund hängen bleiben. Im Fall der Räumungsklage soll das Gericht am 1. Juli (Mittwoch) entscheiden.

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