Beim Martinstreff sprechen Behinderte und Nichtbehinderte miteinander

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Einmal im Monat bekommt die Gemeinde St. Martin in Kley Besuch von Menschen mit Handicap. Man spricht miteinander und man spielt miteinander. Jeder ist willkommen.

von Uwe Paulukat

Kley

, 23.10.2019, 06:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wenn von Martinstreff die Rede ist, denken die meisten Menschen an den Heiligen St. Martin und an Martinsumzüge. In Kley ist das anders. Martinstreff bedeutet dort: Behinderte und Nichtbehinderte treffen sich, singen, spielen und diskutieren miteinander.

Die Idee dazu hatten Roger Trost, Kleyer und Mitarbeiter vom Lebenszentrum Königsborn, und sein Nachbar Pfarrer Robert Geßmann von der alt-katholischen Kirchengemeinde St. Martin in Kley.

Der Martinstreff findet einmal im Monat in der kleinen Kirche am Kleyer Weg statt. Aus Unna-Königsborn kommt ein kleiner Bus mit Behinderten - und dazu kommen Bürger wie Karl-Heinz Kraus mit seiner Frau aus Oespel oder Helga Röser aus Kley. Für das Treffen im Oktober hatte sich Nico Ebers (29), selbst schwerbehindert, das Thema „Sterben und dann?“ gewünscht. Er lebt seit sieben Jahren in Unna - und genießt die Ausflüge nach Kley. „Ich habe viele Therapien nach meinem Autounfall hinter mir. Ich freue mich jedes Mal auf diese Gemeinschaft hier“, sagt er.

Jeder gibt seinen persönlichen Jahresrückblick

Dass es nicht nur um ernste Themen gehen muss, erzählt Robert Geßmann: „Wir haben im Sommer schon draußen gegrillt, hatten einen wunderschönen Spielenachmittag und für das nächste Martinstreffen im November haben wir ein lockeres Thema: den persönlichen Jahresrückblick.“ Das nächste Treffen ist am 26. November 2019 von 16 bis 18 Uhr in der Kirche St. Martin am Kleyer Weg.

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