Borussenfront-Gründer

Bekannter Rechtsextremist Siegfried Borchardt ist tot

Der Dortmunder Rechtsextremist, Siegfried Borchardt, ist tot. Er galt als prominente Figur der extremen Rechten in Dortmund und war als Gründer der Hooligan-Vereinigung Borussenfront bekannt.
Siegfried Borchardt (67) ist tot. © RN-Archiv

Siegfried Borchardt ist tot. Das teilt die Partei „Die Rechte“ auf ihrer Internetseite mit. Demnach sei der Aktivist, der in verschiedenen neonazistischen Kameradschaften aktiv war, am Sonntag nach kurzem Krankenhausaufenthalt gestorben. Seinen Tod bestätigen weitere Quellen. Auch der Eintrag über seine Person beim Online-Lexikon Wikipedia ist bereits angepasst worden.

Als Ratsherr für „Die Rechte“

In Dortmund bekannt war Borchardt als „SS Siggi“. Er war Kopf und Anhänger verschiedenster Gruppierungen und Kameradschaften im neonazistischen Umfeld. Für die Partei „Die Rechte“ erlangte er bei den Kommunalwahlen 2014 ein Mandat im Stadtrat der Stadt Dortmund. Davon trat er nach zwei Monaten zurück. Zuvor war er Kreisvorsitzender der Partei.

1982 galt er als Gründer der ebenfalls als rechtsextremistisch eingestuften Hooligan-Gruppe Borussenfront. Mit ihr verbunden werden regelmäßige gewalttätige Auseinandersetzungen. In den 1980er-Jahren wurde Borchardt wegen verschiedener Delikte verurteilt.

Zuletzt war er 2018 zu einer Freiheitsstrafe von vier Monaten verurteilt worden, weil der einschlägig vorbestrafte Borchardt Polizisten beleidigte.

Siegfried Borchardt wurde 67 Jahre alt.

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