Bekommt Dortmund bald ein öffentliches Bücherregal?

CDU-Vorschlag

Ihr heimischer Bücherschrank platzt aus allen Nähten? Dann ab mit den ausgelesenen Schmökern ins öffentliche Bücherregal. Nach dem Willen der CDU im Rat soll es das bald auch in Dortmund geben.

DORTMUND

von Von Oliver Volmerich

, 22.06.2011, 17:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bekommt Dortmund bald ein öffentliches Bücherregal?

So sieht das öffentliche Bücherreggal in Münster aus.

„Das ist einfachste Leseförderung“, finder der kulturpolitische Sprecher der CDU im Rat, Dr. Jürgen Eigenbrod. Seine Fraktion stellt deshalb zur nächsten Sitzung des Kulturausschusses den Antrag zur Einrichtung so genannter „Öffentlicher Bücherschränke“. Die Verwaltung soll beauftragt werden, ein Konzept für solche Bücher-Tauschplätze zu entwickeln – wobei die Christdemokraten ausdrücklich auch an die Unterstützung privater Bücherfreunde, Vereine und Initiativen denken.

So wie in Münster, wo eine Interessengemeinschaft von Kaufleuten in einem Stadtviertel 2009 direkt an einer Bushaltestelle ein öffentliches Bücherregal aufgestellt hat. Was nur als Aktion für wenige Tage geplant war, hat sich inzwischen zu einer Dauereinrichtung entwickelt und in zwei Stadtvierteln Nachahmer gefunden.„Das Bücherregal ist nach wie vor gut besucht und meist voll“, freut sich Brunhild Halfmann von der Interessengemeinschaft Kuhviertel in Münster. „Und die Spielregeln für den Büchertausch werden auch eingehalten.“ Nötig sei lediglich, ab und an Flugblätter und Broschüren, die unzulässigerweise im Regal abgelegt werden zu entfernen.

Ein Aspekt, auf den auch Dr. Jürgen Eigenbrod neben einer sorgsamen Standortwahl Wert legt. „Vielleicht finden sich Paten oder Wächter, die darauf schauen, wie gut die Schränke angenommen werden und natürlich, dass kein Missbrauch betrieben wird. Wir wollen keine Altpapiersammlungen in den Schränken sehen. Gleiches gilt auch für jugendgefährdende und radikale Bücher und Zeitschriften“, betont der CDU-Ratsherr. Der Kulturausschuss berät nach der politischen Sommerpause am 13. September über die CDU-Initiative.

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