Stadtbahn in Dortmund: Hier könnte eine neue Anbindung entstehen

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Ein Dortmunder Ortsteil ist bereit für die Anbindung an das Stadtbahn-Netz. Die lässt zwar seit Jahren auf sich warten, aber der Bezirksbürgermeister glaubt, dass sie nun doch kommt.

Jungferntal-Rahm, Kirchlinde

, 08.01.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Dortmunder Stadtbahn-Netz erstreckt sich vom Hauptbahnhof aus in alle vier Himmelsrichtungen. Insgesamt acht Linien sind in der Innenstadt und den Stadtbezirken unterwegs.

Viele Dortmunder bringt allerdings am Ende nur ein Bus ihrem Zuhause nahe. Denn das Stadtbahn-Netz streift manche Stadtbezirke nur am Rande. Das ist beispielsweise in Huckarde der Fall.

Die Haltestellen der Linie U47 (Buschstraße, Parsevalstraße, Huckarde Bushof, Huckarde Abzweig, Insterburger Straße) befinden sich ausschließlich zwischen Deusen auf der einen sowie der Ortsmitte und Wischlingen auf der anderen Seite.

Es geht nicht weiter gen Westen

Weiter im Westen liegen nur die U-Bahn-Haltestellen in Marten und Westerfilde. Huckardes Bezirksbürgermeister Harald Hudy bringt jetzt eine bislang ungenutzte Verbindung ins Spiel.

„Ich wäre sehr glücklich, wenn die Stadtbahn-Anbindung für Kirchlinde wieder ins Gespräch käme“, sagt der Bezirksbürgermeister. „Die war vor Jahren schon einmal angedacht.“

Stadtbahn in Dortmund: Hier könnte eine neue Anbindung entstehen

Huckarde hat fünf U-Bahn-Haltestellen. Kirchlinde bzw. das dortige Krankenhaus könnte über die Boschstraße angeschlossen werden. © Grafik Martin Klose

Schließlich brächte eine solche Anbindung einen großen Vorteil für Besucher und Patienten des Krankenhauses Kirchlinde. Bislang müssen die sich mit Buslinien wie 461, 462, 469, 470 oder 480 behelfen.

Mit einer Anbindung an das Stadtbahn-Netz könnte man den Weg zum Krankenhaus erleichtern, ist sich Harald Hudy sicher.

Das Gelände für die Trasse wird freigehalten

Der Weg könnte von einer der Huckarder U-Bahn-Haltestellen über die Boschstraße zum katholischen Krankenhaus führen. „Das Gelände für eine mögliche Trasse ist da“, sagt der Huckarder Bezirksbürgermeister.

Seit die Idee einer Stadtbahn-Anbindung aufgekommen sei, werde die Fläche von Bebauung freigehalten. Eine Anfrage an die Stadt Dortmund läuft, woher genau die Trasse verlaufen könnte und ob sie wieder in den Fokus der Diskussion um den Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel rückt.

Stadtbahn in Dortmund: Hier könnte eine neue Anbindung entstehen

Über die Boschstraße könnte die Stadtbahn in Richtung Krankenhaus Kirchlinde fahren. © Carolin West

Dass die Trasse nicht schon längst gebaut ist, liege an den damit einhergehenden Kosten, so Hudy. „Diese Anbindung wäre sehr teuer“, sagt er. Schließlich sei nicht nur der Bau der Trasse ein Kostenfaktor, sondern auch die dafür nötige Unterführung der A45.

„Dass man über die Autobahn oder drunter her muss, erschwert die Sache natürlich“, sagt Harald Hudy. „Aber gerade jetzt, wo öffentliche Verkehrsmittel für den Klimaschutz immer wichtiger werden, müsste sich die Stadt eigentlich rühren und weitere Stadtbahn-Anbindungen in Angriff nehmen.“

Der Bezirksbürgermeister glaubt deshalb, dass eine Anbindung Kirchlindes kommen wird.

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