Besitzer eines naturbelassenen Gartens in Asseln öffnen am Wochenende Türen für Besucher

rnGarten und Parks

Klatschmohn, ein Bienenstand und ein geheimnisvoller Pfad gehören zu den Höhepunkten des naturbelassenen Gartens von Angelika Bockelbrink und Werner Doerper. Sie freuen sich auf Gäste.

Asseln

, 04.06.2019, 16:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

Angelika Bockelbrink und Werner Doerper zeigen am Samstag und Sonntag (8./9.6.) jeweils von 11 bis 17 Uhr ihren Garten am Webershohl 23. Das ist Teil der Aktion „Gärten & Parks in Westfalen-Lippe“, die in diesem Jahr unter dem Motto „Gartengeheimnisse“ steht. Wir haben mit den beiden ein Eis gegessen.

Hallo Frau Bockelbrink, hallo Herr Doerper, was ist das Geheimnis in Ihrem Garten?

Wir haben einen geheimnisvollen Pfad angelegt. Den gab es im vorigen Jahr nur teilweise. Jetzt ist er viel länger geworden.

Besitzer eines naturbelassenen Gartens in Asseln öffnen am Wochenende Türen für Besucher

Ein verwunschener Pfad zählt zu den Geheimnissen im Garten von Angelika Bockelbrink und Werner Doerper. © Andreas Schröter


Wenn ich mich recht erinnere, hatten Sie im vorigen Jahr recht viele Besucher, oder?

Etwa 1000.

Wie bitte?

Naja, nicht gleichzeitig natürlich. Und vielleicht waren es auch nur 800. Aber das Konzept unseres naturbelassenen Gartens scheint anzukommen und die Leute zu interessieren.

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So schön kann ein naturbelassener Garten aussehen. © Andreas Schröter


Mit dem Thema „Natur“ liegen Sie ja immerhin voll im Trend, was man nicht zuletzt am Wahlergebnis der Europawahl sehen konnte.

Ja. Im vorigen Jahr haben sich auch noch ganz viele Menschen im Nachhinein nach Tipps für eine natürliche Gartengestaltung ohne Chemie und Dünger erkundigt. Wir geben gerne solche Tipps. Wir halten nichts von Zierpflanzen, die gar keinen Wert haben, und Gärten, in denen alles mit der Nagelschere beschnitten ist. Am allerschlimmsten sind natürlich diese Schottergärten: die „Gärten des Grauens“ sagen wir immer. Und unser Motto ist: So wenig Pflege wie möglich. Wenn irgendwo ein neues Kraut wächst, lassen wir es eben wachsen. Nur wenn dadurch etwa andere Pflanzen verdrängt werden, greifen wir ein. Wir düngen zum Beispiel mit Brennnesseljauche.

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Besonders schön gedeiht der Klatschmohn. © Andreas Schröter


Das klingt ehrlich gesagt etwas ekelig.

Ach, wir halten die gut verschlossen. Und wenn man etwas Urgesteinsmehl hinzugibt, stinkt es auch nicht mehr.

Gibt es außer dem geheimnisvollen Pfad weitere Neuerungen gegenüber dem vorigen Jahr?

Ja unser Nachbar Ralph-Henrick Walsemann ist Künstler und zeigt einige seiner Arbeiten. Er holt sich Metalle vom Schrottplatz und bastelt daraus etwas. Außerdem kommen am Samstag von 14 bis 17 Uhr Vertreter vom Nabu und geben Tipps. Und unser Bienenstand hat sich vergrößert. Dazu geben wir an beiden Tagen von 13 bis 15 Uhr Einführungen. Wir haben viel Klatschmohn in diesem Jahr. Den Samen dafür haben wir am Rand eines Feldes gesammelt.

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Ralph-Henrick Walsemann zeigt Kunstwerke wie dieses. © Andreas Schröter


Kostet der Besuch bei Ihnen etwas?

Nein, aber wenn jemand etwas spenden will, sind wir nicht böse. Wir bieten auch Kaffee und Kuchen gegen Spende an. Das gesammelte Geld geht an den Nabu und an den Imkerverein Dormund-West.

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Werner Doerper hat seinen Bienenstand vergrößert. © Andreas Schröter

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