Betriebsrat des Westfalenhallen-Caterings muss neu gewählt werden

Streit um Leiharbeiter

Der Betriebsrat der Catering-Abteilung der Westfalenhallen muss neu gewählt worden. Das Landesarbeitsgericht in Hamm hat die letzte Wahl vom April 2014 für unwirksam erklärt. Arbeitnehmervertretung und Geschäftsführung der KHC Westfalenhallen GmbH streiten sich seit Monaten über die korrekte Zusammensetzung des Gremiums.

DORTMUND

30.09.2015, 16:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Betriebsrat des Westfalenhallen-Caterings muss neu gewählt werden

Die Westfalenhallen.

Vor allem die Anzahl der Betriebsräte ist umstritten. Während die Geschäftsführung auf maximal neun Vertreter pocht, wurden bei der letzten Wahl elf Mitarbeiter zu Betriebsräten bestimmt. „Für uns ist das ein Riesen-Unterschied – vor allem aus Kostengründen“, hatte die Geschäftsführung zuletzt geklagt.

Um die Anzahl der zu wählenden Betriebsräte bestimmen zu können, müssten sich beide Seiten über die Rolle der Leiharbeiter einig werden. Während einige nur äußerst sporadisch eingesetzt werden, arbeiten andere Arbeitnehmer durchaus regelmäßig bei verschiedenen Veranstaltungen für die KHC. Unter Umständen wären diese Betroffenen deshalb sogar berechtigt, bei der Betriebsratswahl eine eigene Stimme abzugeben.

Neuwahl unter Berücksichtigung der Leiharbeiter

Das Landesarbeitsgericht hatte Mitte September dringend angeregt, dass der bisherige Betriebsrat zurücktritt und den Weg für eine geordnete Neuwahl unter Berücksichtigung der Rolle der Leiharbeiter frei macht. Weil die Arbeitnehmervertreter diesen Schritt nicht gehen wollten, mussten die Richter nun doch eine Entscheidung fällen.

 

 

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