Spektakulärer Einsatz

Betrunkene klettern auf 30-Meter-Kran am U-Turm – Höhenretter im Einsatz

Eine „Bierlaune“ habe die Männer dazu gebracht, auf den 30 Meter hohen Kran am Dortmunder U zu klettern. Höhenretter mussten helfen - und die Polizei hatte noch ein anderes Problem.
Dieser Kran am U-Turm diente drei angetrunkenen Männern als Mutprobe. © Björn Althoff

Das war ein ungewöhnlicher Einsatz – und einer, der für die Geretteten wahrscheinlich teuer wird. Denn die Feuerwehr musste am frühen Samstagmorgen (17.7.) drei Männer retten. Auch die Höhenretter kamen dabei zum Einsatz.

Zeugen hatten die Polizei alarmiert, nachdem sie drei Männer auf dem Ausleger eines circa 30 Metern hohen Krans gesehen haben. Der Baukran steht auf einer Baustelle hinter dem Dortmunder U, wo gerade ein Gebäude in die Höhe gezogen wird.

Da die drei Männer so hoch oben waren, hatten die alarmierten Beamten aber keine Chance, sie vom Boden aus anzusprechen. Also musste die Polizei um 3.13 Uhr die Höhenretter der Feuerwehr alarmieren.

Verursachen müssen wohl Kosten tragen

Zwei Höhenretter begleiteten die drei Männer dann wieder auf den Boden. Dort nahm die Polizei sie in Empfang. Die Männer gaben an, aus einer „Bierlaune“ heraus, auf den Kran geklettert zu sein. Das wird nun wohl teuer für die Geretteten. Denn die Polizei stellte die Personalien der Männer fest.

Diese wurden zur Durchsetzung privatrechtlicher Ansprüche an die Feuerwehr/Stadt Dortmund übergeben. Denn Einsätze, die aus Leichtsinn verursacht werden, können von der Feuerwehr in Rechnung gestellt werden. Jetzt wird geprüft, ob die drei Verursacher kostenrechtlich in Anspruch genommen werden können.

Während die Höhenretter mit den drei Männern auf dem Kran beschäftigt waren, mussten die Polizisten sich mit circa 250 Schaulustigen rumschlagen. Laut Polizei schien der überwiegende Teil davon alkoholisiert. Ein Mann habe versucht, den Bauzaun zum Einsturz zu bringen und auf das Gelände zu gelangen.

„Da war mächtig Party“, war zu hören aus Kreisen des Sicherheitsdienstes, der sich um die Objektsicherung auf der Baustelle und dem Gelände am U-Turm kümmert. Die Stimmung sei in der Tat aggressiv gewesen.

Polizistin angegriffen und verletzt

Die Polizistinnen und Polizisten versuchten mit Ansprachen und Platzverweisen die Situation zu klären. Allerdings ohne großen Erfolg, weswegen der Mann in Gewahrsam genommen wurde.

Dabei leistete er Widerstand. Zwei Einsatzkräfte seien dabei verletzt worden. Eine Beamtin so schlimm, dass sie behandelt werden musste. Sie war danach nicht mehr dienstfähig.

Gegen den Festgenommenen erstattete die Polizei Anzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.