Bezirke Eving und Huckarde vor dem Aus?

Neuer Vorschlag

Die Dortmunder Stadtbezirke stehen möglicherweise vor einer grundlegenden Neuordnung, von der vor allem der Norden der Stadt betroffen ist. Nach einem Vorschlag des Aplerbecker Bezirksbürgermeister Sascha Mader soll es künftig nur noch zehn statt zwölf Stadtbezirke geben und dazu die Bezirke Eving und Huckarde aufgelöst werden. Dort formiert sich schon Protest.

DORTMUND

von Von Oliver Volmerich

, 06.07.2011 / Lesedauer: 3 min
Bezirke Eving und Huckarde vor dem Aus?

In Eving wurde schon für den Erhalt der Bezirksverwaltung demonstriert.

In eine ähnliche Richtung gehen Vorschläge der Grünen, die drei eigene Modelle mit neun und zehn Stadtbezirken entwickelt haben. Als Varianten werden hier u.a. die Zusammlegung von Huckarde und Mengede bzw. Eving und Scharnhorst, aber auch von Ost- und West-Stadt vorgeschlagen. Am 19. Juli soll der politische Beirat eine Entscheidung treffen, die dann dem Rat vorgelegt wird. Der soll im November über eine Neustrukturierung der Stadtbezirke und mögliche Einsparungen beschließen. Die belaufen sich nach den letzten Berechnungen der Verwaltung allerdings auf maximal 1,4 Mio. Euro pro Jahr.

Bevor der politische Beirat sein Votum abgibt, muss aber erst einmal die Politik selbst entscheiden. Die Grünen wollen etwa am 14. Juli bei einer Mitgliederversammlung über die Vorschläge beraten. Geht es nach der SPD soll dagegen alles beim Alten bleiben. Harald Hudy, Bezirksbürgermeister von Huckarde, kündigt denn auch schon erbitterten Widerstand an. "Ich gehe davon aus, dass sich die betroffenen Stadtbezirke massiv wehren", erklärte er. Im Zweifelsfalle müssten am Ende die Bürger einscheiden. Soll heißen: Die SPD denkt darüber nach, einen Ratsbürgerentscheid über die Struktur der Stadtbezirke in Ganz zu bringen.

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