Bezirksvertreter Kaan Eker als Wildpinkler verurteilt

75 Euro Geldstrafe

Der Huckarder Bezirksvertreter Kaan Eker ist am Freitag vom Amtsgericht zu einer Geldbuße von 75 Euro verurteilt worden. Der Richter ist davon überzeugt, dass der Grünen-Politiker im Juni an der Münsterstraße in ein Gebüsch gepinkelt hat. Eker selbst sieht das anders: "Ich habe nur eine tote Taube ins Gebüsch geworfen."

HUCKARDE

25.11.2016, 14:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bezirksvertreter Kaan Eker.

Bezirksvertreter Kaan Eker.

Zwei Mitarbeiter des Ordnungsamts hatten den Politiker am 30. Juni angesprochen, als er gerade in sein Auto steigen wollte. „Ich habe gesehen, wie er in das Gebüsch gepinkelt, sich umgedreht und die Hose zugemacht hat“, sagte die 23-jährige Frau. Und ihr Kollege ergänzte: „Als wir ihn angesprochen hatten, ist er sofort frech geworden und hat uns beleidigt.“

Kaan Eker ist sich dagegen keiner Schuld bewusst. Im Gegenteil: Er selbst erhob im Amtsgericht schwere Vorwürfe gegen die Ordnungsamts-Mitarbeiter. „Provokant, herabwürdigend und unterschwellig rassistisch“ seien diese vorgegangen. Und: „Sie haben mir Gewalt angedroht, wenn ich nicht freiwillig meine Personalien angeben würde.“

Das Gericht überzeugte er mit seiner Tauben-Geschichte allerdings nicht. „Die Zeugen haben eindeutige Aussagen gemacht“, hieß es in der Urteilsbegründung. „Sie sind zweifelsfrei überführt.“ Die Geldbuße setzt sich so zusammen: 25 Euro für das Wildpinkeln in der Stadt, 50 Euro für die Weigerung, die Personalien zu nennen.

 

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