„Querdenken231“-Demonstration

Bilanz zum Impfgegner-Autokorso: Machete, Baseballschläger, Strafanzeigen

Coronaschutz- und Impfgegner sind am Dienstag mit einem Autokorso über den Wall gefahren. Gegendemonstranten störten die Aktion. Bei einer Auseinandersetzung wurde ein Baseballschläger eingesetzt.
Neben dem Fußballmuseum kam es bei der ersten Autokorso-Demo auf dem Wall zur Auseinandersetzung.
Neben dem Fußballmuseum kam es bei der ersten Autokorso-Demo auf dem Wall zur Auseinandersetzung. © Robin Albers (Archivbild)

In einer ersten Bilanz zum Autokorso von Coronaschutz- und Impfgegnern der Gruppe „Querdenker 231“ nennt die Polizei Dortmunder Teilnehmerzahlen: Etwa 70 Autos, deutlich weniger als angemeldet, haben demnach am Dienstagabend an der Demonstration teilgenommen.

Bereits vor der Abfahrt von den Parkplätzen der Westfalenhallen und dann auch immer wieder im Verlauf des weiteren Korsos seien sie von etwa 200 Personen, die die Polizei dem linken Spektrum zuordnet, gestört worden.

Gegendemonstranten blockierten Autos

Kleingruppen auf Fahrrädern blockierten den Autokorso mehrfach, indem sie sich vor die Autos stellten und zwischen den Autos umherfuhren, so die Polizei. Einen größeren Vorfall gab es demnach vor dem Fußballmuseum.

Einer der Autokorso-Teilnehmer habe dort eine Panne gehabt. In dieser Situation gingen vier Gegendemonstranten das Fahrzeug an, so die Polizei. Dabei sei auch ein Baseballschläger im Spiel gewesen – noch unklar sei, wer diesen eingesetzt habe. Die vier Gegendemonstranten seien auf dem Boden fixiert worden.

Machete und Baseballschläger sichergestellt

In dem Pannen-Fahrzeug fand die Polizei eine Machete. Diese und der Baseballschläger wurden sichergestellt und entsprechende Strafanzeigen gefertigt. Zu diesem Vorfall dauern die Ermittlungen noch an, heißt es weiter.

Drei weitere Strafanzeigen stellten die Beamten wegen des Verdachts der Urkundenfälschung aus: Konkret gehe es dabei um angebliche Atteste zur Maskenbefreiung, die die Impfgegner vorgezeigt hatten.

Mehrfach leitete die Polizei auch Ordnungswidrigkeitenverfahren ein – wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung.

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