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Neues Tedi-Parkhaus in Dortmund soll die Parksituation in der Nachbarschaft verbessern

rnEinzelhandel in Dortmund

Tedi investiert in seine Europazentrale in Dortmund und hat mit dem Bau eines neuen Parkhauses begonnen. In den vergangenen Jahren hatten mehrfach Anwohner über die Parksituation geklagt.

Dortmund

, 25.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Ende 2017 machten Anwohner aus den Wohngebieten nahe der Tedi-Europazentrale in Brackel ihrem Ärger Luft. Sie fühlten sich seit Längerem gestört, weil viele Tedi-Mitarbeiter in den Wohngebieten parkten. „Das geht hier einfach nicht“, sagte ein Anwohner damals, „wir wollen doch hier keine Verhältnisse wie im Kreuzviertel haben.“

Tedi mietete einen Parkplatz im Gewerbegebiet an und startete einen Shuttle-Service von dort zum Firmengelände am Brackeler Hellweg, um die Lage zu entspannen. Im Jahr 2018 wurden dann Pläne des Unternehmens bekannt, ein Parkhaus zu bauen. Diese Pläne werden nun umgesetzt: Der Bau eines sechsstöckigen Parkhauses mit 564 Stellplätzen für Besucher und Mitarbeiter habe im April begonnen, teilte Tedi mit. Im Winter soll der Bau fertig sein, danach stehen insgesamt 940 Stellplätze auf dem Tedi-Gelände zur Verfügung. Zur Höhe der Investitionen äußert sich das Unternehmen nicht.

Tedi will stark wachsen – in Dortmund und europaweit

Durch das Parkhaus, so zitiert Tedi in einer Pressemitteilung Ralf Henke als Geschäftsleiter Personal und Unternehmenssicherheit, werde sich „die Parksituation in Dortmund-Brackel in absehbarer Zeit (...) deutlich verbessern“.

Es stellt sich indes die Frage, wie lange die 940 Stellplätze ausreichend sein werden. Denn das Unternehmen, das von Dortmund aus europaweit 2100 seiner Billigläden steuert, will stark wachsen und mittelfristig 5000 Filialen im In- und Ausland betreiben. Dafür wird auch in Dortmund mehr Personal benötigt. In einem Papier für städtische Gremien war 2018 die Rede davon, dass die Zahl der Mitarbeiter in Brackel - derzeit 900 - in den nächsten Jahren um 700 auf 1600 steigen könnte. Die Tedi-Pressestelle bestätigte die Zahl nicht – dementierte sie aber auch nicht.

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Sicher ist, dass Tedi drei neue Bürogebäude für seine Zentrale bauen will. Diese befänden sich aber weiterhin noch in der Planungsphase.

Bezirksbürgermeister hörte zuletzt keine Beschwerden

Aus Sicht des Unternehmens stehen nach Eröffnung des Parkhauses „genügend Parkmöglichkeiten für die Tedi-Mitarbeiter am Zentralstandort zur Verfügung“. Ob das zutrifft, kann Brackels Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Czierpka nicht sagen. Er hofft jedoch: „Das wilde Parken wird beendet werden.“ Gleichwohl, glaubt er, werde vereinzelt immer in den umliegenden Straßen geparkt werden. Dies sei auch legitim, sie seien nun einmal öffentlich.

Von Anwohnern seien ihm zuletzt keine Beschwerden mehr zu Ohren gekommen, sagt Czierpka. Auch der Shuttle-Bus soll von den Tedi-Mitarbeitern nach anfänglich geringerer Akzeptanz „in der letzten Zeit sehr gut angenommen worden sein“.

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