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Bizarrer Streit um Saurierspuren und Echsen-Plastik

Naturkundemuseum

Es geht rund in Dortmunds beliebtestem Museum: Direktorin Dr. Elke Möllmann will es bei dem geplanten Umbau regionaler ausrichten und dabei auf Teile der Saurier-Ausstellung verzichten. Ihr Vorgänger wirft ihr Zerstörung von Kulturgut vor. Der Streit eskalierte am Mittwoch.

DORTMUND

von Von Jana Schoo

, 22.08.2013 / Lesedauer: 3 min

Museum wird ab 2014 neu gestaltet
Dr. Elke Möllmann ist seit 2008 Direktorin des Naturkundemuseums. Dr. Wolfgang Homann war bis 2000 Leiter.

Das Museum wurde 1980 an der Münsterstraße eröffnet.

Nun soll es für 7,3 Millionen Euro neu und inhaltlich spannender gestaltet werden. Dafür muss es im Juni 2014 für zwei Jahre schließen.

Mit etwa 60 000 Besuchern im Jahr ist es das beliebteste Museum der Stadt.

Wenig später konfrontierte er Dr. Elke Möllmann (42) mit seinen Befürchtungen, sie würde das Museum um Kulturgut bringen. Möllmann stellt klar: „Der Vorwurf, dass die Abgüsse der Fußspur entfernt wurden, stimmt nicht.“ Diese stehen zur Lagerung in einer Garage. Was Wolfgang Homann im Müll gefunden hat, ist ein zusätzlicher Gesteins-Abguss, der um die Spuren-Abgüsse herum modelliert worden war, um sie besser präsentieren zu können. Dieser sei Plastik und habe keinen Wert, begründet Möllmann. Die Abgüsse der Spuren hätten weiterhin musealen Wert, deshalb würden sie aufbewahrt, etwa für mögliche Sonderausstellungen.

Nach der Sanierung aus dem Museum verschwinden soll auch die lebensgroße Rekonstruktion eines Styracosauriers. Dieser passe nicht in die geplante Ausrichtung des Museums – denn der Saurier kam nicht in der Region vor. Außerdem handele es sich um Abbildungen. „Unser Ziel ist es möglichst viele originale Exponate zu zeigen“, sagt Möllmann. Bleiben soll der zweite lebensgroße Saurier. Für Wolfgang Homann ist damit das Gesamtbild der Saurier-Schau im Museum zerstört. Es sei unmöglich, die Fußspuren-Abgüsse in ihrer Gesamtheit –  inklusive Gestell und Modellierung – noch einmal aufzubauen.Zudem würden durch die Entfernung der Exponate Urheberrechte verletzt, sagt Homann. Möllmann bestreitet das. Darüber bestünden keine Verträge. Sie wolle aber mit dem Rechtsamt Rücksprache halten.

Von dem Streit hat der Vorsitzende des Kulturausschusses, Manfred Sauer erfahren. Er äußerte seine Wertschätzung gegenüber beiden Betroffenen und sagte: „Es dürfen natürlich nicht wichtige Dinge zerstört werden, das kann ich mir bei Frau Dr. Möllmann aber auch nicht vorstellen.“ Um Klarheit zu bekommen, will er das Thema in der nächsten Sitzung des Kulturausschusses (10. 9.) ansprechen.   

Museum wird ab 2014 neu gestaltet
Dr. Elke Möllmann ist seit 2008 Direktorin des Naturkundemuseums. Dr. Wolfgang Homann war bis 2000 Leiter.

Das Museum wurde 1980 an der Münsterstraße eröffnet.

Nun soll es für 7,3 Millionen Euro neu und inhaltlich spannender gestaltet werden. Dafür muss es im Juni 2014 für zwei Jahre schließen.

Mit etwa 60 000 Besuchern im Jahr ist es das beliebteste Museum der Stadt.

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