Zwischen 17 und 18 Uhr wurden am Black Friday 2021 fast 11.000 Menschen auf dem Westenhellweg gezählt. © Felix Guth
Westenhellweg

Black Friday: Zehntausende Menschen auf Schnäppchenjagd in Dortmund

Es dürfte einer der umsatzstärksten Tage für Dortmunds Einzelhandel gewesen sein: Zum „Black Friday“ kamen trotz Hochinzidenz viele Kunden in die City. Auf dem Westenhellweg wurde es richtig voll.

Die Schlangen in vielen Geschäften waren lang, das Treiben auf dem Westenhellweg dicht: Am Sonderaktionstag „Black Friday“ waren auf Dortmunds Einkaufsmeile bis 19 Uhr rund 69.000 Menschen unterwegs.

Bereits am Vormittag zeichnete sich bei der Passantenfrequenz auf dem Westenhellweg – sie wird automatisch und in Echtzeit erhoben vom Anbieter Hystreet – ein besonderer Tag ab. Sind dort an einem Durchschnittstag 2525 Menschen in der Stunde zwischen 11 und 12 Uhr unterwegs, waren es am Freitag 5242 Menschen – also gut doppelt so viele.

Dieser Trend setzte sich den gesamten Tag über fort. Im Zeitraum von 13 bis 14 Uhr wurden statt durchschnittlich rund 3200 Menschen fast 6300 Menschen auf der Einkaufsstraße gezählt. Zwischen 14 und 15 Uhr waren es rund 7000, eine Stunde später 8400.

Die Zahl stieg im Folgezeitraum von 16 bis 17 Uhr weiter an – blieb allerdings mit 9700 gezählten Menschen noch unter 10.000. Diese Marke fiel in der Stunde danach, wo sich laut Hystreet 10.959 Menschen auf der Einkaufsmeile tummelten.

Damit lag der Besucherandrang des Black Friday 2021 in Dortmund deutlich über seinem Vorgänger 2020. Damals, mitten in der zweiten Welle, erfassten die automatischen Zählgeräte von 0 bis 24 Uhr rund 55.000 Menschen auf der Einkaufsmeile.

Vor einem Jahr waren das viel zu viele für die Behörden. Es gab noch am Abend Lautsprecherdurchsagen, mit denen die Passanten aufgefordert wurden, den Mindestabstand einzuhalten, gefolgt von einer wochenlangen Diskussion, ob man den Passantenstrom auf dem Westenhellweg mit Absperrungen begrenzen sollte.

Der Black Friday 2021 wird voraussichtlich keine vergleichbaren Schlagzeilen produzieren. Bereits im Vorfeld hatte die Stadt auf Anfrage unserer Redaktion mitgeteilt, dass es keinerlei Zugangs- oder Kundenbeschränkungen geben werde. Zwar liegt die Corona-Inzidenz fast 100 Punkte höher als noch vor einem Jahr (267 anstelle der 182 damals), aber es sind inzwischen auch rund 74 Prozent der Dortmunder vollständig geimpft.

Dennoch waren den Tag über immer wieder Streifen von Ordnungsamt und Polizei auf dem Westenhellweg unterwegs, die die Einhaltung der Maskenpflicht zu überprüfen, ebenso wie die 3G-Regelung auf dem benachbarten Weihnachtsmarkt. Größere Einsätze und Vorkommnisse lagen der Polizei-Pressestelle am Freitagabend aber nicht vor.

Tatsächlich hatten bei unseren Gängen über den Westenhellweg am Black Friday die allermeisten Passanten eine Maske auf – ein Eindruck, der sich auch mit den Einsatzberichten der Polizei deckte.

Der besucherstärkste Tag des bisherigen Jahres wird der Black Friday aller Voraussicht nach nicht: Diesen Titel trägt laut Hystreet der vergangene Samstag (20.11.), an dem knapp 94.000 Menschen den Westenhellweg bevölkerten. Generell waren in den vergangenen Wochen den Daten von Hystreet zufolge weit mehr Menschen auf der Einkaufsmeile unterwegs als zur gleichen Zeit 2020.

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Bastian Pietsch
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1984 geboren, schreibe ich mich seit 2009 durch die verschiedenen Redaktionen von Lensing Media. Seit 2013 bin ich in der Lokalredaktion Dortmund, was meiner Vorliebe zu Schwarzgelb entgegenkommt. Daneben pflege ich meine Schwächen für Stadtgeschichte (einmal Historiker, immer Historiker), schöne Texte und Tresengespräche.
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