5000 Menschen kamen am 6. Juni auf dem Hansaplatz zusammen, um gegen Rassismus zu demonstrieren. © Kevin Kindel
Coronavirus

„Black Lives Matter“-Demo als Infektionsherd? Jetzt gibt es Klarheit

Nach der „Silent Demo“ auf dem Hansaplatz gab es Kritik an Veranstaltern und Polizei. Einige befürchteten neue Infektionen mit dem Coronavirus. Die Stadt gibt nun Entwarnung.

Es war die größte Veranstaltung, die Dortmund seit Beginn der Corona-Pandemie gesehen hatte: Um die 5000 Menschen kamen am 6. Juni auf dem Hansaplatz zusammen, um gemeinsam gegen Rassismus zu demonstrieren und George Floyd zu gedenken, der durch Polizeigewalt ums Leben kam.

Doch neben Bekundungen von Solidarität und Anteilnahme gab es nach der Demo auch kritische Stimmen: Gerade auf Facebook kritisierten viele Nutzer, dass die Abstandsregeln bei der Versammlung nicht eingehalten wurden. Viele befürchteten einen neuen Infektionsherd, der von der Demo ausgeht.

Am kommenden Samstag, 27. Juni, wird das Bündnis Silent Demo wieder demonstrieren.

Keine Infektionen im Zusammenhang mit Demo

Und als die Zahlen der Neuinfektionen in den vergangenen Wochen wieder anstiegen, sahen sich einige in ihren Befürchtungen bestätigt: Immer wieder wurde auf Facebook die Demonstration für den Anstieg verantwortlich gemacht.

Damit lagen die Nutzer jedoch offenbar falsch. Wie Birgit Zoerner, Leiterin des Corona-Krisenstabs, jetzt auf Nachfrage der Redaktion erklärte, gebe es bisher keine Infektionen, die mit der Demonstration in Zusammenhang gebracht werden können.

„Ganz ausschließen kann man das natürlich nicht“, erklärte Zoerner. Bisher gebe es aber keine Anzeichen oder Erkenntnisse, dass diese Veranstaltung ein großer Infektionsherd gewesen sei.

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Redakteurin
In Lippstadt aufgewachsen, zum Studieren nach Hessen ausgeflogen, seit 2018 zurück in der (erweiterten) Heimat bei den Ruhr Nachrichten.
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