Das Team um Taibe Kallat vom „Schönes Leben" gehört zu den Betrieben, die Selbsttests vor Ort akzeptieren. © Kevin Kindel
2G plus

Blitzumfrage: Wenige Dortmunder Gastronomen wollen Selbsttests anbieten

Geimpfte, die noch nicht geboostert sind, brauchen für die Gastronomie einen Corona-Test. Nun sind auch Selbsttests vor Ort unter Aufsicht erlaubt. Wo geht das? Wir haben eine Blitzumfrage gestartet.

Mit der jüngsten Änderung der Corona-Schutzverordnung ist es seit Donnerstag (13.1.) theoretisch erlaubt, zum Beispiel in Restaurants, Cafés oder Kneipen einen Selbsttest unter Aufsicht zu machen, um die 2G-plus-Regel zu erfüllen. Die Betreiber müssen das aber nicht mitmachen.

Ein Schnelltest „kann unter der Aufsicht einer fachkundigen, geschulten oder unterwiesenen Person erfolgen“, heißt es in der Verordnung. Und einer Blitzumfrage unserer Redaktion zufolge haben nur wenige Betriebe vor, sich dabei zu beteiligen.

Drei von elf Gastronomen bieten Tests an

Zahlreiche Gastronomen im erweiterten Innenstadt-Bereich haben wir am Freitagmittag (14.1.) per E-Mail gebeten, Angaben zum Thema zu machen. Bis zum Redaktionsschluss dieses Artikels (17.1., 15 Uhr) haben sich elf Teams geäußert – nur an drei Stellen sollen definitiv Tests vor Ort möglich werden.

Im Schönes Leben an der Ecke Liebigstraße/Neuer Graben im Kreuzviertel kennt man sich mit Corona-Tests schon aus. Das Restaurant ist im Lockdown bereits eine offizielle Teststelle gewesen – darum sind einige Angestellte schon geschult.

„Wir wollen damit keinen Gewinn machen“, sagt Mateusz Jatkowski. Die Beschaffungskosten der Selbsttests müssen nur, anders als bei den kostenlosen Bürgertests der bereits bekannten Testzentren, von den Kunden beglichen werden. Ein Test kostet im Einzelhandel in der Regel zwischen 2 und 3 Euro. Auch mitgebrachte Selbsttests können im „Schönes Leben“ unter Aufsicht durchgeführt werden.

Bei Roasters Burgers am Alten Burgwall im Brückstraßenviertel soll es bald ebenfalls Selbsttests zum Beschaffungspreis geben. Aktuell sei dieser Service noch nicht verfügbar, das Team will sich aber darum kümmern, heißt es. Im Filia an der Hohen Straße sind ebenfalls Tests zum Selbstkostenpreis zu bekommen. Auch mitgebrachte Tests können vor Ort durchgeführt werden.

Innerhalb des Walls gibt es rund 25 Test-Möglichkeiten

Im Restaurant Lord an der Ecke Brückstraße/Gerberstraße bespricht man noch intern, ob Tests vor Ort möglich sein sollen. Alle anderen Teilnehmer unserer Umfrage akzeptieren nur Ergebnisse von offiziellen Teststationen. Mitgeteilt wurde dies von Kraftstoff, Babuschkas Kitchen, Doppeltsolecker, Café Strickmann, Mama Mia, Labsal sowie Tapas and more.

Vor allem in der City ist die Dichte der Teststellen übrigens sehr hoch: Einer Liste der Stadt Dortmund zufolge gibt es aktuell rund 25 Schnelltestzentren innerhalb des Wallrings, Arztpraxen eingeschlossen.

Wenn Sie selbst einen Gastro-Betrieb haben und an unserer Umfrage noch teilnehmen möchten, klicken Sie hier und tragen Sie Ihren Betrieb ein.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Kevin Kindel, geboren 1991 in Dortmund, seit 2009 als Journalist tätig, hat in Bremen und in Schweden Journalistik und Kommunikation studiert.
Zur Autorenseite
Kevin Kindel

Corona-Newsletter

Alle wichtigen Informationen, die Sie zum Leben in der Corona-Pandemie benötigen, sammeln wir für Sie im kostenlosen Corona-Newsletter. Jetzt abonnieren!

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.