Bollywood am Borsigplatz: Kitsch und Kommerz oder interkulturelles Ereignis?

Bezirksvertretung Innenstadt-Nord

Die Bezirksvertretung der Innenstadt-Nord kam vor der Sommerpause zur öffentlichen Sitzung zusammen. Dabei wurden verschiedene Förderanträge beschlossen und zum Teil auch hitzig diskutiert.

von Verena Halten

Nordstadt

, 27.06.2019 / Lesedauer: 2 min
Bollywood am Borsigplatz: Kitsch und Kommerz oder interkulturelles Ereignis?

Man darf gespannt sein, wie genau das Projekt „Bollywood am Borsigplatz“ aussehen wird. © Stephan Schütze (A)

Nicht nur das Wetter brachte die Gemüter zum Erhitzen, sondern auch die Sitzung der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord Ende Juni. Bei dieser wurde streckenweise hitzig diskutiert: Vor allem über ein Projekt des Vereins Kunstreich im Pott mit dem klangvollen Namen „Bollywood am Borsigplatz“.

„Als Kitsch und Kommerz“ und als „trivial“ tat Andreas Urbanek von der AfD das Thema Bollywood grundsätzlich ab. „Warum nicht Goethe oder Schiller?“, fragte sich hingegen Dorian Marius Vornweg von der CDU-Fraktion.

Mit zwei Gegenstimmen beschlossen

Stimmen wie Bezirksbürgermeister Ludwig Jörder (SPD) warfen jedoch ein, dass man nach aktueller Lage noch gar nicht genau wisse, wie „Bollywood am Borsigplatz“ aussehen würde. Cornelia Wimmer von der Fraktion Die Linke & Piraten fand: „Es geht doch nicht darum, Bollywood zu fördern, sondern darum, mit Jugendlichen zu arbeiten.“ Schließlich wurde der Förderantrag mit zwei Gegenstimmen beschlossen.

Ebenfalls beschlossen wurden unter anderem die beteilungsorientierte Gestaltung der „nordwärts“-Zwischenpräsentation 2020, die den Bürgern Orte und Dinge im Dortmunder Norden zeigen soll, die sie sonst nicht wahrnehmen würden, sowie ein italienisches Kurzfilmevent des Italienvereins. Das kostet 2500 Euro und soll gefördert werden.

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