Im Stadion Rote Erde ist ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden, der umgehend entschärft werden muss. © Bastian Pietsch
Live-Video

Bombenfund direkt am BVB-Stadion – Entschärfung musste schnell beginnen

In der Nähe des Signal-Iduna-Parks in Dortmund ist am Donnerstag ein Blindgänger gefunden worden. Die Weltkriegsbombe wurde direkt entschärft. Der Fund selbst war wenig überraschend.

Bei Bauarbeiten an der Strobelallee ist direkt am Signal-Iduna-Park am Donnerstag ein Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Der 250-Kilogramm-Blindgänger musste noch am Donnerstagnachmittag entschärft werden. Das hatte die Dortmunder Stadtverwaltung am Mittag mitgeteilt.

Anwohner gibt es in der Nähe des Bombenfundortes nicht. Es wurde aber das umliegende Gebiet in einem Radius von 250 Metern evakuiert. Davon betroffen waren der Signal-Iduna-Park, das Stadion Rote Erde, die Helmut-Körnig-Halle, der Tennisclub Flora sowie Teile der Kleingartenanlage Bolmketal.

Etwa um 13.40 Uhr wurden auch die Strobelallee und die Straße „Am Sonnenblick“ gesperrt. Die Entschärfung begann nach Angaben der Stadt Dortmund gegen 14.20 Uhr. Schon um 14.45 Uhr meldete man dann: „Die Entschärfung war erfolgreich. Alles Sperrungen sind wieder aufgehoben.“

Stadt und BVB investieren in großen Umbau

Für den Zeitpunkt der Entschärfung war auch die Bahnstrecke südlich des Signal-Iduna-Parks nicht befahrbar. Betroffene Zuglinien: RB 59 (Soest/Hbf), RB 57 (Winterberg), RB 53 (Iserlohn/Hbf) und RB 52 (Hagen/Hbf).

Im Rahmen eines millionenschweren Bauprojekts im Stadion Rote Erde wurden vor einigen Wochen bereits mehrere Bombenverdachtspunkte identifiziert. Einer hatte sich nun im Stadion Rote Erde bestätigt. Die Stadt Dortmund und der BVB investieren gemeinsam in die traditionsreiche Spielstätte.

Stadion Rote Erde bekommt eine Rasenheizung

Der BVB will und muss für seine U23-Mannschaft, die in der 3. Liga spielt, Bedingungen im Stadion Rote Erde schaffen, die den Anforderungen für den Profifußball des DFB genügen. Dazu zählt verpflichtend eine Rasenheizung. Gleichzeitig soll das Stadion aber auch Heimat der Leichtathleten bleiben.

Der BVB übernimmt die Kosten für Rasenheizung und neue Drainage, die Stadt zahlt die Erneuerung der Laufbahn. Bis August 2022, also bis zum Beginn der nächsten Fußball-Saison, soll alles fertig sein.

Die Weltkriegsbomben sind nur ein wichtiger Punkt. Wenn alle gefunden, entschärft und weggeschafft sind, soll es Erkundungsbohrungen geben. Die Frage: Hat der Bergbau, der an dieser Stelle in der Nähe der Oberfläche stattfand, Schäden im Untergrund hinterlassen? Ein Ingenieurbüro soll das beantworten.

Ihre Autoren
Redaktion Dortmund
Nach mehreren Stationen in Redaktionen rund um Dortmund bin ich seit dem 1. Juni 2015 in der Stadtredaktion Dortmund tätig. Als gebürtigem Dortmunder liegt mir die Stadt am Herzen. Hier interessieren mich nicht nur der Fußball, sondern auch die Kultur und die Wirtschaft. Seit dem 1. April 2020 arbeite ich in der Stadtredaktion als Wirtschaftsredakteur. In meiner Freizeit treibe ich gern Sport: Laufen, Mountainbike-Fahren, Tischtennis, Badminton. Außerdem bin ich Jazz-Fan, höre aber gerne auch Rockmusik (Springsteen, Clapton, Santana etc.).
Zur Autorenseite
Peter Wulle
Redaktion Dortmund
Gut recherchierter Journalismus liegt mir am Herzen. Weil die Welt selten einfacher wird, wenn man sie einfacher darstellt. Um Zusammenhänge zu erklären, setze ich auf klaren Text und visuelles Erzählen – in Videos, Grafiken und was sonst dabei hilft.
Zur Autorenseite
Bastian Pietsch
Redaktion Dortmund
Jahrgang 1977 - wie Punkrock. Gebürtiger Sauerländer. Geborener Dortmunder. Unterm Strich also Westfale.
Zur Autorenseite
Björn Althoff