Bombenfund: Evakuierte Anwohner verbrachten ruhigen Abend in der Schragmüller-Grundschule

Weltkriegsbombe in Oestrich

1000 Oestricher mussten Montagabend während einer Bomben-Entschärfung ihre Wohnungen verlassen. 166 verbrachten den Abend in der Schragmüller-Grundschule – nicht ganz ohne Sorge.

Oestrich

, 30.04.2019 / Lesedauer: 2 min
Bombenfund: Evakuierte Anwohner verbrachten ruhigen Abend in der Schragmüller-Grundschule

Ende der Evakuierung: Am späten Montagabend rücken Feuerwehr, Polizei und Ordnungsamt von der Evakuierungsstelle ab. © Uwe von Schirp

Die Situation wirkt gespenstisch: Königshalt, Castroper Straße und Kammerstück sind menschenleer. Montagabend, ein Teil von Dortmund-Oestrich ist evakuiert. 1000 Anwohner sind betroffen. Grund dafür ist ein Weltkriegsbomben-Fund an der Wilhelm-Rein-Schule (wir berichteten).

„Um 19.30 Uhr schellte das Ordnungsamt“, erzählt Dieter Thun. Er wohnt in der Straße Mahlscheidt – rund 150 Meter von der Fundstelle entfernt. Thun verbringt den Abend mit 165 anderen Oestrichern in der Turnhalle der Schragmüller-Grundschule.

Lob für die Betreuung durch Mitarbeiter der Stadt

„Bänke und Tische waren aufgebaut, man konnte sich setzen, und es gab Getränke“, berichtet er. „Ruhig war es, nicht schlimm“, bestätigen Rolf und Ilse Goßmann auf dem Heimweg. „Die Atmosphäre war gut. Kinder haben gespielt.“ Sie loben die Betreuung durch die Mitarbeiter der Stadtverwaltung. „Da waren sehr viele.“ Sorge hatte das Paar nicht. „Wir sind in einem Alter, in dem wir schon so viel erlebt haben“, sagt Ilse Goßmann.

Günter Winnicki räumt ein: „Ein wenig Sorge hatte ich schon. Wenn mal ein Splitter fliegt, ist die Bude weg.“ Dieter Thun winkt ab. „Da stehen genug Häuser zwischen.“ Ihn hat eher schon die gespenstische Leere in Oestrich beunruhigt. „Die Evakuierung ist viel über Facebook verbreitet worden. Da hatte ich Sorge, dass dunkle Gestalten unsere Buden aufbrechen.“

Lesen Sie jetzt