Blindgänger entschärft - 1900 Menschen mussten Häuser verlassen

#dobombe

In Dortmund ist am Donnerstagabend erneut ein Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden.1900 Menschen wurden dazu evakuiert. Sie mussten nicht lange warten.

Dortmund

, 26.08.2021, 15:11 Uhr / Lesedauer: 3 min
In Körne sind die Straßen rund um den Blindgänger-Fundort abgesperrt.

In Körne sind die Straßen rund um den Blindgänger-Fundort abgesperrt. © Schaper

Wir berichten hier fortlaufend über die Evakuierung und die Bomben-Entschärfung in Körne.

In diesem Radius werden die Menschen evakuiert.

In diesem Radius werden die Menschen evakuiert. © Quelle: Stadt Dortmund

Aktualisierung 21.34 Uhr:

Der Blindgänger ist entschärft, alle Sperrungen sind aufgehoben, meldet die Stadt.

Die hatte derweil noch Zahlen zum Einsatz: Das Ordnungsamt war mit 77, das Tiefbauamt mit 27, die Feuerwehr mit 34 und die Polizei mit 10 Kräften im Einsatz. In der Evakuierungsstelle kümmerte sich 13 Helferinnen und Helfer der Johanniter um 161 Menschen. Es gibt 23 Krankentransport

Aktualisierung 20.55 Uhr:

Die letzten Kontrollen sind abgeschlossen. Die Entschärfung beginnt.

Aktualisierung 20.30 Uhr:

Das hört man gern: Alle Bereiche sind geräumt, meldet die Stadt. Allerdings ist das noch nicht der Beginn der Entschärfung. Denn nun werde noch nachkontrolliert, um sicherzustellen, dass wirklich keine Menschen mehr im Evakuierungsradius aufhalten, heißt es. Ein wenig Geduld müssen die Anwohner also noch haben.

Aktualisierung 19.35 Uhr:

Wie lange so eine Evakuierungsaktion dauert, ist immer schwer abzuschätzen. Bei einer ebenfalls spontanen Entschärfungs-Aktion mit 1300 Betroffenen im Kaiserstraßen-Viertel vor zwei Wochen dauerte sie knapp vier Stunden - von 17 bis 21 Uhr.

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Damals sorgten allerdings einige wenige Anwohner, die sich hartnäckig weigerten, ihre Wohnungen zu verlassen, für eine unnötige Verzögerung des Entschärfungsbeginns von mindestens einer Stunde.

Aktualisierung 19.10 Uhr:

Die Stadt meldet, dass jetzt etwa die Hälfte des Gebiets geräumt ist. 88 Menschne sind in der Evakuierungsstelle angekommen, 23 Krankentransporte sind absolviert. „Danke an die Bevölkerung für die bislang sehr gute Zusammenarbeit“, heißt es auf dem städtischen Twitter-Account.

Aktualisierung 18.15 Uhr:

In der offiziellen Evakuierungsstelle in der Geschwister-Scholl-Gesamtschule sind bis 18 Uhr 43 Personen Anwohnerinnen und Anwohner zusammengekommen. In der Regel geht man davon aus, dass etwa 10 Prozent der Betroffenen die Möglichkeit der zentralen Unterbringung nutzen - das wären als knapp 200 Menschen. Viele kommen erfahrungsgemäß allerdings bei Freunden oder Verwandten unter.

Die Zahl der Krankentransporte ist auf 19 gestiegen.

Aktualisierung 18.05 Uhr:

14 Krankentransporte aus dem Sperrgebiet rund um die Bomben-Fundstelle meldet die Stadt für die erste Stunde der Evakuierung. Bislang verlaufe die Evakuierung ohne Komplikationen, heißt es.

Drei Fahrzeuge mit Lautsprecheranlagen sind unterwegs, um die Anwohnerinnen und Anwohner, die sich wahrscheinlich auf einen gemütlichen Abend zu Hause eingerichtet hatten, über die Evakuierung zu informieren.

Aktualisierung 16.55 Uhr:

In Körne hat jetzt die Evakuierung in einem Radius von 300 Metern rund um die Blindgänger-Fundstelle an der Düsterstraße begonnen. Die Zufahrten in den Bereich sind gesperrt. Durchgangsstraßen sind allerdings nicht betroffen. Gesperrt sind auch die Bahnsteige der S-Bahn-Linie 4. Es fahren Ersatzbusse.

Der Zugang zur S-Bahn-Station ist gesperrt.

Der Zugang zur S-Bahn-Station ist gesperrt. © Schaper

Betroffen sind neben Wohnhäusern auch zwei Kleingarten-Anlagen. Hier dürfte die Kontrolle, dass sich niemand in den Lauben aufhält, sicherlich aufwendig sein.

Der ursprüngliche Bericht:

In Dortmund ist am Donnerstag (26.8.) erneut eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Es handelt sich dabei um einen 500 Kilogramm schweren Blindgänger.

Fundort ist die Düsterstraße in Dortmund-Körne, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Da der Blindgänger schon aufgeplatzt ist muss nicht, wie sonst bei dem Gewicht üblich, das umliegende Gebiet in einem Radius von 500 Metern, sondern in einem Radius von 300 Metern evakuiert werden.

Mit Bussen werden Anwohner aus dem Gebiet gebracht.

Mit Bussen werden Anwohner aus dem Gebiet gebracht. © Schaper

Davon betroffen sind etwa 1900 Anwohner. Ebenfalls betroffen sind die Hohwart Grundschule, die Tremoniaschule, die DRK Kindertagesstätte Wichtelburg, die Libori Grundschule, die Kleingartenanlage „Friedlicher Nachbar“ und der Gartenverein Hohwart.

Evakuierung startet um 16.45 Uhr

Eine Evakuierungsstelle für die Personen, die nicht bei Freunden oder Bekannten unterkommen können, wird in der Geschwister-Scholl-Gesamtschule an der Haferfeldstraße 3-5 in Brackel eingerichtet. Zwei Busse stehen ab 16.30 Uhr bereit, um die Personen aus dem Evakuierungsgebiet dorthin zu bringen. Die Busse stehen an der Haltestelle Am Rabensmorgen und an der Düsterstraße auf Höhe des Spielplatzes. Die Evakuierung startet um 16.45 Uhr. Dann sind auch die Zufahrten in das Sperrgebiet gesperrt.

Wegen der Entschärfung kommt es auch heute Nachmittag zu Einschränkungen auf der Buslinie 452. Die Haltestellen „Körne West S“, „Kurze Reihe“, „Massener Weg“, „Zinsweg“ und „Düsterstraße“ können vorübergehend nicht angefahren werden und entfallen ersatzlos. Die Einschränkungen können bis in den Abend hinein andauern.

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