Große Bombenentschärfung in Dortmund: Auch die B1 ist betroffen

Blindgänger-Fund

In Dortmund steht die nächste große Bombenentschärfung an. An einer Baustelle ist ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. 1900 Menschen müssen evakuiert werden.

Dortmund

, 16.11.2020, 15:28 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die B1 wird am Dienstag (17.11.) in Dortmund gesperrt.

Die B1 wird am Dienstag (17.11.) in Dortmund gesperrt. © Oliver Schaper

Im Bereich des Aplerbecker Gewerbegebietes an der Eggensteinstraße werden im Rahmen geplanter Baumaßnahmen zurzeit Untersuchungen zur Kampfmittelbeseitigung durchgeführt.

In diesem Zusammenhang kommt es am Dienstag (17.11.) zu der Entschärfung eines Blindgängers aus dem Zweiten Weltkrieg. Die erforderlichen Sperr- und Evakuierungsmaßnahmen werden durch das Ordnungsamt und die Polizei an diesem Tag ab 13 Uhr eingeleitet.

1900 Anwohner sind von der Evakuierung betroffen

Aus Sicherheitsgründen muss deshalb das umliegende Gebiet in einem Radius von 500 Metern evakuiert werden. Von der Evakuierung sind unter anderem etwa 1900 Anwohner betroffen sowie das Gewerbegebiet an der Schleefstraße, die Bundesstraße 1 und die umliegenden Straßen um den Fundort.

In einem Umkreis von 500 Metern muss das Gebiet evakuiert werden.

In einem Umkreis von 500 Metern muss das Gebiet evakuiert werden. © Stadt Dortmund

Eine Evakuierungsstelle wird in dem Gymnasium an der Schweizer Allee, Schweizer Allee 18-20, eingerichtet. „Die Corona-Lage macht es erforderlich, dass die Menschen in der Evakuierungsstelle getrennt voneinander untergebracht werden“, heißt es von der Stadt Dortmund.

Dafür biete das Gymnasium ideale Voraussetzungen. Zum Transport der zu evakuierenden Personen zu der Betreuungsstelle wird ein Bus an der Ecke Trapphofstraße und Kaldernstraße bereitstehen.

Beeinträchtige Personen sollen sich frühzeitig melden

Die Stadtverwaltung appelliert: „Sollten Sie unter Quarantäne stehen, gehbehindert oder bettlägerig sein, sowie spezielle Versorgung benötigen, wie zum Beispiel Sauerstoff, teilen Sie dies bitte möglichst noch heute, Montag, den 16. November bis 20.30 Uhr oder morgen, Dienstag, den 17. November, ab 7.30 Uhr bis spätestens 11 Uhr, dem Bürgertelefon des Ordnungsamtes unter der Rufnummer 50-2 88 88 mit.“

Sollte man für die Zeit der Evakuierung dringend auf Medikamente angewiesen sein, wird gebeten diese eigenständig mitzuführen. Sollten weitere Fragen bestehen, geben die Mitarbeiter des Ordnungsamtes unter der oben angegebenen Rufnummer des Bürgertelefons Auskunft.

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Die Bürger werden gebeten, ihre Gebäude am Tag der Entschärfung rechtzeitig, spätestens jedoch nach Aufforderung durch die Mitarbeiter des Ordnungsamtes oder der Polizei für die Dauer von etwa 5 Stunden zu verlassen.

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Sobald die Bombe entschärft ist und die Absperrmaßnahmen aufgehoben werden, wird die Stadt Dortmund dies unter twitter.com/stadtdortmund bekannt geben. Unsere Redaktion wird über die Maßnahmen außerdem live unter RN.de/Dortmund berichten.

Buslinien in Aplerbeck fahren Umleitung

Die Entschärfung hat auch Auswirkungen auf die Buslinien in Aplerbeck. Es kommt am Entschärfungstag zu Einschränkungen bei den Buslinien 420, 422, 431, 436 und 439. Diese werden ab etwa 13 Uhr den Evakuierungsbereich weiträumig umfahren. Dabei entfallen jeweils mehrere Haltestellen. Die Einschränkungen können bis in den Abend hinein andauern.

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Konkret kann die Linie 431 die Haltestellen „Holtchen“ „Eggensteinstraße“ und „Aplerbeck Gewerbegebiet“ in beiden Fahrtrichtungen vorübergehend nicht anfahren. Gleiches gilt für die Linie 422, die zudem die Haltestelle „Zur alten Schule“, aussparen muss.

Auf den Linien 420, 436 und 439 entfallen jeweils die Haltestellen „Aplerbeck Friedhöfe“, „Ravensweg“, „Heimsenstraße“ und „Leni-Rommel-Str“ in beiden Fahrtrichtungen. Für Verständnis und Mitwirkung bedankt sich die Stadt Dortmund im Voraus.

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