„Einzigartige Kultur“: 16-jährige Schülerin lernt das Leben in den USA kennen

rnGeschwister-Scholl-Gesamtschule

Ein Jahr lang wird Alexandra Otto (16) in den Vereinigten Staaten von Amerika leben und zur Schule gehen. Dabei hätte die Bewerbung für ihr Stipendium beinahe nicht geklappt.

von Tobias Weskamp

Brackel

, 22.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Bald heißt es „Koffer packen“ für Alexandra Otto, die im Herbst einen einjährigen Aufenthalt in den USA starten wird. Dort wird die Schülerin der Geschwister-Scholl-Gesamtschule (GSG) eine High School besuchen und bei einer Gastfamilie leben. Der genaue Zielort ist noch unklar, aber die Schülerin freut sich schon auf die vielen Erfahrungen. „Ich bin auf die einzigartige Kultur in den USA gespannt“, erzählt Alexandra. Zudem möchte sie auch ihr Englisch verbessern.

„Brücken bauen, nicht Zäune oder Mauern“

„Seit über 30 Jahren fördert der Deutsche Bundestag mit dem US-Kongress den Jugendaustausch zwischen Deutschland und den USA. Daran wird die US-Administration unter Donald Trump auch nichts ändern“, sagt die SPD-Bundestagsabgeordnete Sabine Poschmann. „Gerade in diesen turbulenten Zeiten müssen wir Brücken bauen, nicht Zäune oder Mauern.“ Poschmann übernimmt das vierte Jahr eine Patenschaft.

Viel gehört hat Alexandra von dem Zusammenhalt an den Schulen, dem so genannten „school spirit“. „Ich finde die Offenheit der Menschen faszinierend“, erzählt sie. Dass sie noch nicht weiß, wo es für sie hingeht, stört sie nicht. „Ich bin da ganz offen. Jeder Ort ist einzigartig.“

Alexandra ist die dritte GSG-Schülerin in dem Projekt

Mit der 16-jährigen Alexandra nimmt zum dritten Mal eine GSG-Schülerin teil. „Ich bin mir sicher, dass das Jahr in den USA den Horizont der Schülerin erweitern wird. Daher freut es mich, dass erneut eine Schülerin der GSG diese tolle Chance wahrnimmt, um Einblicke in Land und Kultur zu gewinnen und wertvolle Erfahrungen zu sammeln“, sagt Schulleiter Klaus Zielonka.

Bei der schriftlichen Bewerbung musste Alexandra sehr viel ausfüllen. Das Problem war aber, dass sie dies in den Ferien machte. „Ich brauchte einen Schulstempel, was natürlich nicht ging. Zum Glück durfte ich die Frist verlängern.“ Später wurde sei mit fünf anderen Schülern getestet. „Wir mussten in Rollenspielen zeigen, wie wir uns bei Problemen verhalten, etwa wenn die Gasteltern nicht zu erreichen sind“, erinnert sie sich.

Ihre Familie wird ihr fehlen. „Es wird bestimmt schwer, sie ein Jahr lang nicht zu sehen. Aber das Jahr wird bestimmt sehr aufregend für mich und mich ablenken“, ist sie überzeugt.

Geschwister-Schol-Gesamtschule pflegt Partnerschaft mit Schule in Waukee

An der GSG stellen das englisch-bilinguale Profil und eine jahrzehntelange Partnerschaft mit einer Mittelschule in Waukee einen Schwerpunkt im Fremdsprachenangebot der Schule dar. „Ich selbst habe bisher keine direkten Beziehungen zu den USA, aber viele aus meiner Klasse waren beim Schüleraustausch dabei und konnten mir viel erzählen“, schildert sie. Und bald kann sie ihre ersten eigenen Erfahrungen sammeln.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt